Gesellschaft

Wer wird der nächste Preisträger der Homberger Medaille?

Das ist das gute Stück: Auf der versilberten Medaille sind die Stadtwappen von Homberg, Baerl und Ruhrort zu sehen.

Das ist das gute Stück: Auf der versilberten Medaille sind die Stadtwappen von Homberg, Baerl und Ruhrort zu sehen.

Foto: Tanja Pickartz / WAZ FotoPool

Homberg  Am 30. Juni wird die Homberger Medaille zum sechsten Mal an engagierte Menschen im Bezirk vergeben. Noch sind die Namen allerdings geheim.

. Keine Chance! Hans-Joachim Paschmann verrät nichts. „Na, da müssen Sie sich schon bis zum 30. Juni gedulden“, antwortet der Bezirksbürgermeister mit humorvoller Strenge auf unsere vorwitzige Frage, wer es denn diesmal wird. Probieren kann man es ja mal. Aber erst am Sonntag der Verleihung wird im Ratssaal des Bezirksamtes das Geheimnis gelüftet, wer sich in diesem Jahr über die Homberger Medaille freuen darf.

Zum sechsten Mal wird die Auszeichnung an „verdiente Bürger“ des Bezirks Homberg/Ruhrort/Baerl verliehen. Eine Idee, die zum Dauerbrenner geworden ist. 2013 hatte Paschmann mit dem mittlerweile verstorbenen Taxiunternehmer Willi Schmitz zusammen gesessen. Beim Bier hatten die beiden damals überlegt, dass man engagierten Bürgern nicht nur danken möchte, sondern ihnen auch gerne etwas in die Hand geben würde. „Uns fehlte ein Giveaway“, formuliert der Bezirksbürgermeister die Entstehung der Homberger Medaille.

Taxiunternehmer Schmitz stiftete die Medaillen

Willi Schmitz war so begeistert von der Idee, dass er die versilberten Medaillen stiftete und damals gleich jede Menge davon nach dem Entwurf des Homberger Grafikers Joachim Schulze anfertigen ließ. Seitdem tagt jedes Jahr eine sechsköpfige Jury, um Menschen zu würdigen, die sich für den Bezirk engagieren. Damit das Ganze keine zu politische Angelegenheit ist, hat Udo Vohl, der Vorsitzende des Freundeskreises Historisches Homberg, die Schirmherrschaft übernommen. Neben ihm und Paschmann besteht das Gremium der Entscheider aktuell noch aus Karin Rinnen von der Reitsportanlage, Sonja Oppermann (Filialleiterin der Deutschen Bank), Bezirksmanager Markus Dorok und Mareike Nußbaum, der Tochter von Willi Schmitz.

Dressurreiterin Nicole Uphoff-Selke hat auch eine Medaille aus Homberg

„Wie das so ist, bei einer Jury, wägen wir Vorschläge ab und tasten uns gemeinsam an das Ergebnis heran“, erklärt Udo Vohl das Prozedere. Wichtig ist alle Jahre wieder, dass möglichst nicht nur die drei Kategorien Sport, Kultur und Soziales abgedeckt werden, sondern die Preisträger auch aus allen drei Bezirken kommen. „Das gelingt nicht immer, aber oft“, sagt der Bezirksbürgermeister. Die Feier wird von allen gemeinsam gestemmt. Die einen besorgen Blumenschmuck, die anderen Getränke, Schnittchen schmieren die Mitarbeiter des Bezirksamtes und zur Laudatio trägt auch jeder etwas bei.

Genießen durften die Feier im Ratssaal schon Vereine oder Organisationen wie die Flüchtlingshilfe, der Knappenchor oder das Café Klamotte. Manchmal sind es auch Einzelpersonen, die gewürdigt werden: zum Beispiel die Sportlerin Sabine Wilms (Weltmeisterin bei der Drachenboot-WM in Toronto), Reinhard Stratenwerth, Archivar des Freundeskreises oder Dressurreiterin Nicole Uphoff-Selke.

Der MSV ist es nicht ...

In diesem Jahr, so viel verrät der Bezirksbürgermeister dann doch, werden es zwei Organisationen aus dem kulturellen und sozialen Bereich sein und ein Sportverein. Und noch einen Hinweis gibt es: „Der Sportverein ist in der Bundesliga und der MSV ist es natürlich nicht“, macht Paschmann Lust aufs Raten. Na, wer hat einen Ahnung? Auflösung am 30. Juni, 11 Uhr, im Ratssaal des Bezirksamtes.

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