Geschichte

Zeppelin-Luftbilder zeigen Duisburg in den 1930er Jahren

Das Luftschiff LZ 127 Graf Zeppelin über Hochfeld: Die Aufnahme des berühmten Luftschiffs über Duisburg entstand Anfang der 1930er Jahre und ist heute im Landesarchiv zu bestaunen. Foto: Landesarchiv NRW

Das Luftschiff LZ 127 Graf Zeppelin über Hochfeld: Die Aufnahme des berühmten Luftschiffs über Duisburg entstand Anfang der 1930er Jahre und ist heute im Landesarchiv zu bestaunen. Foto: Landesarchiv NRW

Foto: NRZ

Duisburg.   Die berühmte "Graf Zeppelin" kreuzte in den 1930er Jahren auch über Duisburg. Luftschiffe wurden damals nicht nur zur Passagierbeförderung genutzt, sondern vor allem, um die Welt fotografisch und aus der Vogelperspektive festzuhalten.

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Seitdem der Mensch den Luftraum für sich entdeckte und ihm die neue Technik der Fotografie zur Verfügung stand, war er bestrebt, seine neue Sicht auf die Welt fotografisch festzuhalten. Die ersten Luftaufnahmen entstanden aus Fesselballons und Luftschiffen; im ersten Weltkrieg nutzte das Militär Luftaufnahmen aus Zeppelinenim Rahmen der Luftaufklärung. In den Beständen des Landesarchivs NRW existieren unzählige, bedeutende Luftaufnahmen, darunter Bilder der Vereidigung Hindenburgs als Reichspräsident in Berlin am 12. Mai 1925, eines Motorradrennens in Leipzig im Jahr 1929, aber auch – wie zu sehen – des 1928 in Dienst gestellten Luftschiffs „LZ 127 Graf Zeppelin“ über Duisburg.

Betreiber der Graf Zeppelin war die 1909 gegründete Deutsche Luftschifffahrtsaktiengesellschaft (DELAG), die erste Fluglinie der Welt. LZ 127 gilt als das erfolgreichste Luftschiff seiner Zeit, unternahm es doch eine Weltumrundung 1929 und eine Fahrt in die Arktis 1931. Zwischen 1931 und 1937 verkehrte das Luftschiff im Passagier-Linienbetrieb zwischen Deutschland und Rio de Janeiro. Nach dem Unglück der LZ 129 Hindenburg 1937 in Lakehurst (USA) wurde das Luftschiff außer Dienst gestellt und schließlich 1940 zusammen mit der Graf Zeppelin II, dem Schwesterschiff der Hindenburg, abgewrackt. Bis dahin hatte es auf fast 600 Fahrten knapp 1,7 Millionen Kilometer zurückgelegt. Die Ära der Starrluftschiffe war zu Ende.