Stadtentwicklung

Zwei Neubauten entstehen am Duisburger Innenhafen

Der neue Firmensitz der IT-Spezialisten von Krankikom (l.) und daneben das Hotel, das von einer chinesischen Kette betrieben wird. Beide Innenhafen-Projekte sollen 2019 bezogen werden.     

Der neue Firmensitz der IT-Spezialisten von Krankikom (l.) und daneben das Hotel, das von einer chinesischen Kette betrieben wird. Beide Innenhafen-Projekte sollen 2019 bezogen werden.  

Foto: Krankikom

Duisburg.   Am Duisburger Innenhafen entstehen zwei Neubauten, ein Bürogebäude und ein Hotel, das von einer chinesischen Kette betrieben wird.

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Der Innenhafen nähert sich der Altstadt: An der Schwanentorbrücke sollen bis 2019 zwei Neubauten fertiggestellt werden. Dabei handelt es sich um den bereits vorgestellten neuen Unternehmenssitz des IT-Unternehmens Krankikom und um ein Hotel. Das wird künftig betrieben von Plateno, der zweitgrößten Hotelkette Chinas.

6000 Hotels betreibt Plateno, drei weitere entstehen derzeit in Deutschland: in Berlin, München und Leipzig. Für den Duisburger Neubau habe man mit den Chinesen einen 20-Jahres-Vertrag abgeschlossen, erklärte Thorsten Prior, Geschäftsführender Gesellschafter der Düsseldorfer Immobilienfirma TREC.

14 Millionen Euro will ein Gemeinschaftsunternehmen in das Hotelprojekt investieren. Auf acht Geschossen sollen an der Unterstraße 6000 Quadratmeter Nutzfläche entstehen mit Platz für 170 Zimmer. Zielgruppe sind vor allem Geschäftsreisende, aber auch in zunehmendem Maße Touristen. Schließlich liegt mit dem Steiger Schwanentor ein Schiffsanleger vor der Hoteltür. An der Investition ist zu 50 Prozent die Duisburger Firma Stüdemann-Grundbesitz-Entwicklung beteiligt, die für beide Innenhafen-Neubauten als Projektentwickler tätig ist.

Leuchtende Fassade

Für das bisher schon am Innenhafen ansässige IT-Unternehmen Krankikom wird unmittelbar neben dem Hotel ein siebengeschossiger spektakulärer Büroneubau entstehen mit Etagen, die zum Calaisplatz und zum Wasser herauskragen sowie einer leuchtenden Fassade in den Obergeschossen, die im Abstand einiger Jahre farblich verändert werden soll. Auf 4700 qm Fläche soll Platz für 120 Mitarbeiter sein und für Büros, die auch noch anderweitig genutzt werden können.

Mit neun Millionen Euro gibt Firmenchef Alexander Kranki die Investitionshöhe an. „Im November sollen die Bagger rollen“, hofft er auf einen raschen Baubeginn. Und an die Umsetzung von innovativen eigenen Ideen. So sollen Mitarbeiter beispielsweise per Handy-App die Heizung und die Lichtfarbe steuern können. Das Gebäude-Innere ist so geplant, dass es flexibel bleibt für künftige Anforderungen. Und für weitere Mitarbeiter. Kranki: „Wir planen auf Zuwachs.“

OB Link spricht von Erfolgsgeschichte Innenhafen

„Die Erfolgsgeschichte Innenhafen setzt sich fort“, freute sich Oberbürgermeister Sören Link gestern bei der Vorstellung der beiden Projekte am Südufer des früheren Hafenbeckens. Es entstehe damit ein „ganz neues Tor zur Altstadt“ auf einer bisher verwaisten Fläche: „2019 wird es da richtig rundgehen.“

Zumal Planungsdezernent Carsten Tum ankündigen konnte, dass sich auch am Umfeld der beiden Neubauten etwas ändern wird. So soll der Calaisplatz in den Jahren 2019/2020 umgestaltet werden. Und Immobilien-Experte Manfred Stüdemann erklärte, er habe auch vom Betreiber des Parkhauses am Calaisplatz die Zusage, dass die in die Jahre gekommene Immobilie verschönert werde.

Impuls für die Altstadt erhofft

Link verbindet mit den Neubauten die Hoffnung, dass sich auch im Umfeld neues urbanes Leben entwickelt, dass die Altstadt stärker Standort für Gastronomie und Kultur wird.

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