Ratssitzung

2015 war das kommunale Emmerich eine halbe Milliarde wert

Laut Gesamtabschluss 2011 bis 2015 stand für die Stadt Emmerich und deren Tochterunternehmen fast eine halbe Milliarde Euro brutto zu Buche. Das ist zusagen der Gesamtwert.

Laut Gesamtabschluss 2011 bis 2015 stand für die Stadt Emmerich und deren Tochterunternehmen fast eine halbe Milliarde Euro brutto zu Buche. Das ist zusagen der Gesamtwert.

Foto: Thorsten Lindekamp

Emmerich.   Im Gesamtabschluss 2011 bis 2015 steht für die Stadt Emmerich und deren Töchter ein Brutto von 478.524.000 Euro zu Buche. Lob für die Zahlen.

Zunächst zum Randgeschehen: Sultan Seyrek hat sich in der Ratssitzung am Dienstag nach ihrem Abschied aus der SPD-Fraktion zwischen das Grünen-Mitglied Herbert Kaiser und Werner Stevens von Embrica gesetzt. Ob das nur eine Abgrenzung von der SPD oder ein Fingerzeig für die Zukunft ist, kann jeder selbst für sich einordnen.

Beschlossen ist das Familienbüro in De Wette Telder

Beschlossene Sache ist die Errichtung des Familienbüros in De Wette Telder (die NRZ berichtete). Bei vier Nein-Stimmen votierte der Rat für die Umsetzung bei einer zweijährigen Testphase und einer Reduzierung der zusätzlichen kommunalen Kosten von 92.000 Euro um 20 Prozent. Auch der Kultur soll in dem ältesten Haus der Stadt Rechnung getragen werden.

Lob für die Finanzplanung Emmerichs

Einstimmig verwies der Rat den Gesamtabschluss der Jahre 2011 bis 2015 in den Rechnungsprüfungsausschuss. Diesen Gesamtabschluss, der die Bilanzen der Stadt Emmerich und aller kommunalen Töchter (EGD, KBE, TWE) harmonisiert und zusammenfasst, hat die Stadt gemeinsam mit der CHE Kommunalberatung erstellt. Deren Geschäftsführer Christoph Heck stellte das Ergebnis im Rat vor und lobte die Finanzplanung Emmerichs: „Emmerich ist in der Betrachtung 2011 bis 2015 hochgradig stabil. Im Vergleich zu vielen Kommunen, auch am Niederrhein, ist das sehr ordentlich.“

Es gab Fragen zum Pioniergelände

Heck erklärte, dass zunächst der „Datensalat“ entschlüsselt und geprüft werden musste, denn die unterschiedlichen Einrichtungen arbeiten nicht mit per se vergleichbaren Zahlenwerken. Unterm Strich stand eine Brutto-Gesamtsumme: 2015 war das kommunale Emmerich 478.524.000 Euro wert..Als „nahezu am Ideal“ erachtet Heck den Verschuldungsgrad von 27 Prozent. Auch die Eigenkapitalquote von 37 Prozent, zu denen man noch die Hälfte der Sonderposten rechnen könne, sei mit dann etwa 50 Prozent „sehr gut“.
Zum Baugebiet auf dem Pioniergelände in Dornick gab es Anfragen. „Die Weißdornhecke ist platt gemacht worden!“, wunderte sich Herbert Kaiser (Grüne). Projektentwickler Botho Brouwer klärte im Nachgang auf: Die Hecke steht nicht unter Naturschutz. Die Hälfte sei gekappt worden, weil hier Stromleitungen der Stadtwerke verlaufen, die umgelegt werden müssen. Insgesamt werden auf dem Areal 20.000 Quadratmeter renaturiert.

Altlastenverdacht wurde gutachterlich ausgeräumt

Ludger Gerritschen (SPD) fragte, ob dem Rat das Altlastengutachten zur Verfügung gestellt werde. Brouwer versichert: „Die Interessengemeinschaft hat keine Katze im Sack erworben.“ Die Bima habe den Altlastenverdacht gutachterlich ausgeräumt.

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