Lossprechung

30 junge Menschen in Haldern losgesprochen

Bei der Feier der Sanitär-Heizung-Klima-Innung im Gasthof Tepferdt wurden 30 junge Menschen losgesprochen.

Foto: Markus Joosten

Bei der Feier der Sanitär-Heizung-Klima-Innung im Gasthof Tepferdt wurden 30 junge Menschen losgesprochen. Foto: Markus Joosten

Rees/Emmerich.   30 junge Menschen wurden in Haldern von ihrer Innung losgesprochen. Bürgermeister Christoph Gerwers richtete Wort an die Absolventen.

Für 30 junge Menschen begann nun in Haldern ganz offiziell ein neuer Lebensabschnitt. Mit der Lossprechung als Auszubildende und dem Abschluss ihrer Ausbildung zum Anlagenmechaniker Sanitär-Heizung-Klimatechnik sind sie jetzt Gesellen „in einem modernen Zukunftsberuf“, wie ihr Obermeister Michael Janßen betonte. Im Namen der Sanitär-Innung des Kreises Kleve begrüßte er die Anwesenden und gab mit Blick nach draußen das Hauptaufgabenfeld der neuen Gesellen für die nächsten Wochen bekannt: „Ihr könnt viel, aber im Moment ist vor allem Wärme angesagt“.

Ein Gast aus dem EU-Parlament

Nach einem reichhaltigen Frühstücksbuffet hatten die Ehrengäste Gelegenheit, den Junggesellen ihren Rat auf den Weg zu geben. Karl-Heinz Florenz, der als Mitglied im europäischen Parlament extra aus Brüssel angereist war, stellte direkt zu Anfang klar, er sei nicht als Politiker da, der irgendwo über den Wolken schwebe, sondern als ehemaliger Geselle, wie die meisten anderen im Saal auch. Ihm fiele es leicht, ihre Arbeit zu schätzen. Eine seiner Hauptaufgaben sei die Klimapolitik und ohne gut ausgebildete Handwerker könne er schlicht nie etwas umsetzen.

Ehrengast und Bürgermeister der Stadt Rees, Christoph Gerwers, richtete dann ebenfalls das Wort an die Absolventen. Zuerst jedoch bedankte er sich, dass diese Feier erneut in Haldern stattfinden durfte. Insbesondere dankte er Norbert Fenger, der bis zu seinem Tod für eine ehrenvolle Atmosphäre und Spitzenpolitiker als Festredner gesorgt hatte.

Die berufliche Zukunft für die Junghandwerker beschrieb er mit einem Vergleich zu Olympia. Die Sportler dort „haben immer im Team gearbeitet und waren deshalb so erfolgreich.“ Er sei daher zuversichtlich, dass das regionale Handwerk guten Zeiten entgegenblickt. „Vertrauen Sie sich selbst und dem Team um Sie herum“. Auch das ist Handwerksqualität.

„Es war eine schöne Prüfung, wir haben viel gelacht“. Mit dieser wohl möglich doppeldeutigen Aussage leitete Achim Smets als Vorsitzender der Prüfungskommission die eigentliche Lossprechung ein. Diese Tradition der Lossprechung, bei dem der Lehrling in eine geschäftliche Beziehung erhoben wird, gebe es schon seit dem Mittelalter, so sein kleiner geschichtlicher Exkurs. Mit den Worten „Kraft meines Amtes spreche ich Sie von den Verpflichtungen des Ausbildungsvertrages frei und erhebe sie in den Gesellenstand“, war es dann auch schon passiert.

Volker Matenaer, Kreishandwerksmeister beendete daraufhin den offiziellen Teil der Lossprechung. Er freue sich für die jungen Menschen, da sie Lebensqualität gewonnen hätten, als „produktives Mitglied der Gesellschaft, das viel Anerkennung ernten wird.“

>> DIE ABSOLVENTEN

Die frischgebackenen Gesellen sind: David Bossmann, Marcel Möllmann, Mike Robertz, Thorsten Roland, Niklas Tissen, Richard Wackers, Tim Arns, Nils Boers, Daniel Gossen, Philipp Heckmann, Arber Kabashaj, Sascha Korn, Jonas Laakmann, Fabian Levels, Pascal Lübeck, Erdem Ökcü, Daniel Oppolzer, Christopher Pilz, Daniel Schöber, Justin Scholz, Alexander Tepul, Jonas van Baal, Dominik van Düren, Alexander Verholen, David Verlinden, Daniel Vervoorst und Philipp Zech.

Die drei Besten des Jahrgangs: Volker Hermsen, Fabian Clancett und Fabian Smets.

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