Hallenbad-Abriss

Abriss des alten Reeser Hallenbades rückt näher

Im künftigen neuen Stadtbad können auch die Kreismeisterschaften im Schwimmen beim Reeser SC abgehalten werden.

Foto: Thorsten Lindekamp

Im künftigen neuen Stadtbad können auch die Kreismeisterschaften im Schwimmen beim Reeser SC abgehalten werden. Foto: Thorsten Lindekamp

Rees.   Um das alte Hallenbad inklusive Wohnung steht schon ein Bauzaun. In Kürze erfolgt der Abriss. Danach entstehen provisorische Parkplätze.

Seine Tage sind endgültig gezählt: Das alte Reeser Stadtbad, das aus den 1960er Jahren stammt und in dem so ziemlich jeder Reeser mal abgetaucht sein dürfte, wird in den nächsten Wochen abgerissen. „Zur Zeit läuft schon die Entkernung“, bestätigt jetzt Stadtpresse-Sprecher Jörn Franken im NRZ-Gespräch.

Eine Baufirma aus Bocholt hat die Ausschreibung gewonnen und den Auftrag für den Abriss erhalten. Deren Leute seien bereits seit gut zwei Wochen damit beschäftigt, in mühevoller Handarbeit etwa Kunststoffe von Wänden der Umkleidekabinen und Metall von Fensterrahmen zu trennen.

Das Material wird vor Ort geschreddert

Danach werden Beton, Fliesen und Steine zerkleinert, weiß Jörn Franken zu berichten. „Dieses Material wird dann vor Ort geschreddert“, erklärt der Pressesprecher weiter. Die Firma habe auch schon mitgeteilt bekommen, wie fein das Material, sprich die Körnung, danach sein darf. Denn die Stadt will es später unter anderem für Straßenbau, aber auch für den ja auch bald entstehenden neuen Parkplatz am Westring verwenden.

„Das heißt, dass auf dem Gelände des alten Stadtbades für einige Zeit eine Halde zu sehen sein wird“, sagt Jörn Franken. Der darauf hinweist, dass die Stadt so natürlich auch Geld spare, was sie sonst für Untergrund-Schotter ausgeben müsste. Der Abriss selbst kostet Rees etwa 100 000 Euro. Wobei man Glück hat, dass in dem alten Gemäuer wohl kein Asbest verarbeitet worden ist. Sonst würden die Entsorgungskosten um einiges teuerer werden.

Schotter wird für den Straßenbau verwendet

Auch wenn das alte, 2015 stillgelegte Stadbad, das technisch total veraltet war und auch nur über eine 20-Meter-Bahn verfügte – also nicht wie das neue Stadtbad für Meisterschaften tauglich war – bereits von einem Bauzaun umgeben ist: So fix rollen die Bagger dann auch noch nicht an.

Doch sobald kein Stein mehr auf dem anderen steht und das Gelände weitestgehend freigeräumt ist, sollen – wohl erst als Provisorium – Parkplätze entstehen, die da ja bekanntlich dringend gebraucht werden.

Wie viele Parkplätze es letztlich werden und wie überhaupt das Areal gestaltet wird, will man erst festlegen, wenn die Freibad-Frage endgültig entschieden ist. Vorher mache das ja keinen Sinn, heißt es seitens der Verwaltung.

Im Sommer soll geklärt sein, ob der steuerliche Querverbund möglich ist

Und der Beantwortung eben dieser Frage wird man im Sommer ein wesentliches Stück näher sein. Dann nämlich dürfte die Entscheidung des Finanzamtes fest stehen, ob der heute bestehende steuerliche Querverbund zwischen neuem Stadtbad und den Stadtwerken um ein eventuell neues Freibad erweitert werden kann.

Denn nur wenn die Verluste der Bäder (weiter) mit den Gewinnen der Stadtwerke gegengerechnet werden können, so sieht es wohl nicht nur die Verwaltungsspitze im Rathaus, sei dann im Falle eines Falles auch ein neues Freibad auf Dauer finanziell zu schultern.

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