In eigener Sache

Abschied von Norbert Kohnen, Vorstellung von Andreas Gebbink

Von links: NRZ-Herausgeber Heinrich Meyer, Norbert Kohnen, Andreas Gebbink, der stellvertretende Chefredakteur Ralf Kubbernuß, Marco Virgillito und Chefredakteur Manfred Lachniet bei der Feierstunde im PAN.

Von links: NRZ-Herausgeber Heinrich Meyer, Norbert Kohnen, Andreas Gebbink, der stellvertretende Chefredakteur Ralf Kubbernuß, Marco Virgillito und Chefredakteur Manfred Lachniet bei der Feierstunde im PAN.

Foto: Thorsten Lindekamp

Emmerich.   Im PAN wurde Norbert Kohnen als Leiter der Lokalredakion Emmerich feierlich verabschiedet. Andreas Gebbink stellte sich als sein Nachfolger vor.

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Eine NRZ Emmerich ohne Norbert Kohnen kann man sich noch gar nicht richtig vorstellen. Schließlich gehört er „zum Grundinventar der NRZ“, wie unser Chefredakteur Manfred Lachniet auf der feierlichen Verabschiedung im PAN am Freitag anmerkte. „Lieber Norbert Kohnen, die NRZ ist dir zu großem Dank verpflichtet“, sagte er und regte damit großen Applaus der rund 70 geladenen Gäste aus Politik, Verwaltung, Gesellschaft, Weggefährten und Kollegen an.

Bei so viel Lob fragte Norbert Kohnen, der sich sonst selbst lieber im Hintergrund sieht, Pfarrer Bernd de Baey: „Habe ich schon einen Heiligenschein?“ Alles im (NRZ-)grünen Bereich, gab ihm de Baey zu verstehen. Kohnen nutzte die Gelegenheit, um die lange Zeit in Emmerich seit 1986 Revue passieren zu lassen, 25 Jahre davon als Lokalchef – so lange wie sonst niemand bei dieser Zeitung.

Heimatjournalismus auf seriöse und glaubhafte Arte

In dieser Zeit, rechnete Kohnen durch, habe er allein in Emmerich sieben Bürgermeister, eine Bürgermeisterin und drei Stadtdirektoren erlebt. Er habe im Spannungsfeld der Lokalpolitik immer versucht fair zu bleiben. Für die Zukunft warb der 62-Jährige für einen „Heimatjournalismus auf seriöse und glaubhafte Art und Weise“.

Der NRZ wünscht er zum Abschied ein „Glück auf“. Der Neu-Rentner bedankte sich bei den Anwesenden für die gute Zusammenarbeit über die Jahre, nicht ohne einen besonderen Dank an NRZ-Herausgeber Heinrich Meyer zu richten, der ebenfalls nach Emmerich gekommen war.

Den Staffelstab gibt Kohnen weiter an Andreas Gebbink. Der gebürtige Emmericher ist seit sieben Jahren Leiter der Redaktion in Kleve und wird nun beide Redaktionen als NRZ Kreis Kleve mit zwei Standorten und zwei Ausgaben leiten. Sein Stellvertreter für beide Standorte ist nun Marco Virgillito, der seit 2010 in Emmerich arbeitet.

Den Rhein mehr überwinden

Gebbink, der in Wardhausen wohnt, stellte sich im PAN vor: „Emmerich ist für mich Heimat.“ In den ersten Tagen im Einsatz vor Ort seien schon Erinnerungen hoch gekommen. Das Chefbüro in der Steinstraße, dass er nun belegt, sei auch der Ort gewesen, an dem seine NRZ-Laufbahn als 17-Jähriger begann.

Andreas Gebbink stellt sich vor

Seit Januar ist er der neue Redaktionsleiter der NRZ in Emmerich. In einem kurzen Interview stellt er sich seinen Lesern vor.
Neuer Redaktionsleiter - Andreas Gebbink stellt sich vor
Ann-Christin Fürbach

Damals war Gaby Boch stellvertretende Redaktionsleiterin: „Herr Gebbink, wir werfen Sie ins kalte Wasser.“ Er sollte den Kabarettisten Wendelin Haverkamp im Lohmann-Gebäude vor dessen Auftritt interviewen: „Ich war ganz naiv dorthin gegangen, hatte mich nicht vorbereitet. Dann sah ich die Tasche des WDR und wurde nervös. Ich ging auf Toilette, setzte mich da hin und überlegte mir erstmal ein paar Fragen.“ Das Interview sollte eine Stunde dauern. Viele Interviews sollten folgen.

Die NRZ kann der Kompass sein

Heute befindet sich am selben Ort das PAN-Museum und Andreas Gebbink werde kurioser Weise hier als Redaktionsleiter vorgestellt. Als neuer Chef wolle er sich dafür einsetzen, dass der Rhein in den Köpfen besser überwunden wird: „Wir wollen eine Kreisredaktion sein“, sagte Gebbink. Auch den Blick in die Niederlande möchte der selbst Niederländisch sprechende 41-Jährige intensivieren.

Chefredakteur Manfred Lachniet gab dem Neuen mit auf den Weg: In der heutigen Gesellschaft, in der im Netz, in den oft nicht so sozialen Medien, sozusagen alles zu finden sei, aber eben auch viele Unwahrheiten, brauche man einen Kompass, der bei der Einordnung der Themen hilft: „Die unabhängige NRZ-Redaktion kann dieser Kompass sein.“

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