Konzert

Albanische Sopranistin begeisterte in Isselburg-Werth

Die albanische Sopranistin Semine Sulozeqi begeisterte die Zuhörer in der Evangelischen Kirche in Werth.

Die albanische Sopranistin Semine Sulozeqi begeisterte die Zuhörer in der Evangelischen Kirche in Werth.

Foto: Thorsten Lindekamp / Funke Foto Services GmbH

Isselburg-Werth.  Mit ihrer klangmächtigen Stimme begeisterte die albanische Sopranistin Semine Sulozeqi in der Ev. Kirche in Werth. Netzwerk Asyl hatte geladen.

Der Sopran ist die höchste menschliche Stimmlage und wird in der großen Mehrzahl der Fälle von Frauen gesungen. Über so eine begnadete Stimme verfügt die Sopranistin Semine Sulozeqi aus Albanien, die zurzeit bei ihrer Schwester Elisa Xhameta in Anholt zu Besuch ist.

Die junge Frau hat in Tirana Musik und Gesang studiert, ist ausgebildete Opernsängerin und arbeitet jedoch als Pädagogin für Musik, Gesang und Piano, da man zumindest in Albanien von dem Beruf Sopranistin nicht leben kann.

Werke deutscher, albanischer und italienischer Komponisten

„Nachgefragt hatte Semine dann, ob sie ein Konzert geben dürfte, um uns zu erfreuen“, erzählte Veronika Stoverink und so hat das Netzwerk Asyl am Freitagabend zu einem Konzert in die Evangelischen Kirche nach Werth geladen.

Etwa 70 Zuhörer waren dieser Einladung gefolgt und waren beeindruckt von der klangmächtigen, farbenreichen Stimme der gerade einmal 30-jährigen Albanerin, welche Werke deutscher, albanischer und italienischer Komponisten zum Besten gab. Unter anderem das „Ave Maria“ von Franz Schubert, „Alle mie tante lagrime“ von Mauro Giuliani, „Turtelleshe“ von Lola Gjoke und „La Spagnola“ von Vincenzo Chiara.

Besucher waren begeistert vom stimmigen Auftritt

Und wie gut sie das Piano beherrschte, erlebten die Zuhörer bei einigen Klavierstücken von Chopin – „Nocturne“ und „Vals“. Mit ganz viel Applaus bedanken sich die Zuhörer für ein hervorragendes Konzert und natürlich kam die junge Künstlerin nicht ohne Zugabe von der Bühne. Noch einmal erklang das „Ave Maria“, welches sicherlich zu einem der schönsten christlichen Lieder aller Zeiten gehört. Schubert komponierte das Lied 1825, wobei der richtige Name des Liedes „Ellens Gesang III – Hymne an die Jungfrau“ ist.

„Das war wirklich ein wundervolles Konzert“, begeisterte sich am Ende Veronika Stoverink, „kurz, aber schön.“ Auch Dr. Theodor Beine war begeistert von dem Stimmvolumen der noch recht jungen Sopranistin: „Alles passte gut zusammen, sowohl der Gesang als auch das Klavierspiel.“

Mit Spenden werden arme Familien unterstützt

Und für dieses wundervolle Konzert bedankten sich die Zuhörer nicht nur mit viel Applaus, sondern auch mit einer freiwilligen Spende, welche Semine Sulozeqi mit in ihre Heimat nimmt und an arme Familien verteilt.

Im Anschluss an das Konzert hatte das Netzwerk Asyl noch zu einem kleinen Umtrunk ins evangelische Gemeindehaus geladen. Viele nahmen die Gelegenheit wahr, sich persönlich mit der Künstlerin zu unterhalten.

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