Lesung

Alle in einem Boot mit Jörg Bartel

Jörg Bartel las auf dem Personenschiff „Stadt Rees“ seinen Büchern und Kolumnen.

Jörg Bartel las auf dem Personenschiff „Stadt Rees“ seinen Büchern und Kolumnen.

Foto: WAZ FotoPool

Rees.   NRZ-Kolumnist und Autor schipperte mit knapp 100 Leserinnen und Lesern über den Rhein – und las aus seinen Büchern und Gedanken.

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Es war ja nun mal wirklich traumhaftes Wetter, um in See zu stechen – auch wenn es „nur“ der Rhein war. Jörg Bartel, unser Mann für die Kultur, Kolumnist, Buchautor, Redakteur und Feuilletonchef und beliebtester und berühmtester Mann von der Kolumbusstraße 123, ging mit knapp 100 NRZ-Leserinnen und -Lesern aufs Wasser. Rainer van Laak und sein Team hatten extra das Fahrgastschiff „Stadt Rees“ wieder geschrubbt und mit Kaffee und Kuchen ausgestattet.

Blaue Wölkchen am Himmel, ab und an ein Gänseschwarm am Ufer, hin und wieder ein Schiff rechts oder mal links – und Jörg Bartel in laut und starker Lektüre. Mal heiter, mal ernst, mal nachdenklich und selbstironisch, mal fröhlich und dann wieder innehaltend.

Es war ein kleines bisschen so wie bei einem Familientreffen. Man kennt sich immerhin schon seit vielen vielen Jahren. „Schöne Grüße von Rosa“, begrüßte der Jörg Bartel denn auch seine Zuhörer. „Sie hat im zweiten Anlauf ihr Physikum geschafft“. Da gab’s Applaus und Geschmunzel, schließlich sind alle an Bord irgendwie mit Jan und Rosa, den beiden Bartel-Kindern, groß geworden.

Und so las Autor Bartel denn auch aus dem Leben an der Kolumbusstraße, erzählte von Angst und Liebe, von Gedanken, die einen stolzen Vater umtreiben, wenn er mit „der nagelneuen Tochter“ im Kinderwagen ums Karree rollt, berichtete von seliger Elternliebe und „die Welt ist schön“-Erlebnissen beim Pizzaessen.

Natürlich gab es ein Wiederhören der Katzengeschichten, Geschichten von Hühnersuppe schlürfenden Katzenbabys und einem katerwelschenden Indiana Jones... Aber der Jörg Bartel ist nicht nur Kolumnist, er schreibt auch anderes. Und so schenkte er ein paar Hörproben aus Leitartikeln (zur Rente mit 67), ironisch-witzigen Anmerkungen und wunderbaren Gedankenschöpfungen – zu „waagrechten Flächen in Wohnungen“ zum Beispiel – bis hin zu dem Geständnis: „Ich lese Frauenzeitschriften“. Wie immer waren die Bilder, die Jörg Bartel zeichnete, Momentaufnahmen aus dem ganz normalen Alltag – wunderbar verpackt in sprachlich komponierte Kunstwerke. Ein etwas anderer Nachmittag auf dem Rhein...

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