13. Kneipennacht

Als Festival der kurzen Wege kam Emmerich live wieder gut an

Bei „Emmerich live“ herrschte am Samstag in allen Kneipen beste Stimmung.

Foto: Konrad Flintrop

Bei „Emmerich live“ herrschte am Samstag in allen Kneipen beste Stimmung. Foto: Konrad Flintrop

Emmerich.   „Emmerich Live“ bot in acht Lokalen und auf gleich zwei Schiffen gute Musik und beste Stimmung, hatte aber etwas weniger Resonanz.

Schon von weitem konnte man als Besucher auf der Rheinpromenaden-Meile die Musik hören. Wie seit Jahren erklangen aus den beteiligten Lokalen entlang des Wassers die diversen Sounds vom Oldie über Rock-Classics und Rockn´ Roll bis zum Blues und Salsa. „Wir verzeichnen einen ausgeglichenen Besucherstrom, was gut für alle Gastronomiebetriebe ist“, zog Uwe John von der Gastro Event um kurz vor Mitternacht ein insgesamt positives Fazit.

John verwies auch auf den optischen Flair der diesmal beiden Schiffe „Stadt Rees“ und der „Germania“, auf denen sich zwei Live-Bands tummelten. Die Partyband „Granufunk“ sorgte auf der „Germania“ nach drei Jahren Pause mit neuem Sänger bis nachts bei immer wechselndem Publikum für tolle Stimmung „Die haben 80er und Funk voll zusammengekriegt“, war der Eltener Ralf Swhagor total von der Rolle.

Musik schon um kurz nach Mitternacht zu Ende

Ein paar hundert Meter weiter begeisterten die Lokalmatatoren von „Tribal Voice“ die Gäste. „Ist klein, knuffig, war in allen vier Sets gut gefüllt bis zur Bühne“, fand Sänger Klaus Stamprath. „Mich hat gewundert, dass in Emmerich so viel los war“, sprach auch Rainer von Laak von der „Stadt Rees“ von einer „sehr positiven Erfahrung.“

Wermutstropfen: Dort war die Musik schon um kurz nach Mitternacht zu Ende. Zwischen den Schiffen flanierten die Musikfans entlang der Promenade in die einzelnen Locations. „Schade“, fand Rene Bosse aus Kalkar-Wissel, der mit Arbeitskollegen unterwegs war. „Wir waren vorher am Kapaunenberg“, drückte die Aussage des 20-jährigen ein Problem des Abends aus.

Latin-Salsa-Rythmen sorgten für gute Laune

Denn tatsächlich dämpfte die parallel laufende Schlagernacht die Publikums-Frequenz „Es ist wenig los, das ist blöd, dass das doppelt läuft“, fand Angela aus Emmerich, die mit ihrer sechsköpfigen „Genießergruppe“ von sechs Frauen an der Promenade flanierte. Fußläufig war zu vorgerückter Stunde tatsächlich nicht so viel Verkehr. „Es ist nicht so, dass wir viele vermissen, aber so 10 bis 15 Prozent weniger sind es schon“, war „Companeros“-Inhaber Norman Hoffmann für sich aber trotzdem zufrieden.

„Die bringen die Hütte zum Beben“, freute er sich über die schöne Stimmung, die die Latin-Salsa-Rythmen von „Rumambé“ verbreitete. Tatsächlich gab es auch sehr gut besuchte Locations wie das „Himmer´s Bistro 852“, wo Bassist Wolfgang Lohmüller von den „Hot Rock Devils“ seine Begeisterung für das Publikum in einen Satz packte: „Einfach geil.“ Und egal, an welchem Standort man sich befand, es war nach dem Eindruck der Bönninghardterin Rita Klümpner „überall gute Stimmung.“

Im „Hof von Holland“ sorgte „Groovation“ für schwingende Füße. „Das man auf kurzen Entfernungen diverse Musiken hier hören und viele Leute treffen kann, ist klasse.

Viele Gäste strebten am Ende ins PAN

Endlich mal was los in Emmerich“, fasste der Emmericher Michael Beikirch den Kern des Ganzen zusammen. Er war mit ein paar Freunden und dem Ennepetaler Rüdiger Krall unterwegs. „Die haben mich hierher verschleppt“, fand der 56-Jährige den Abend „einfach gut.“

Am Ende strebten dann viele der Gäste ins PAN , wo „Skip Direction“ den Saal füllten und mit Songs von U2“, The Police und weiteren Stars die Gäste am Ende eines abwechslungsreichen Musikprogramms bis in die Morgenstunden tanzen ließen.

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