Stadtverwaltung

Alte Polizeiwache? Emmericher Verwaltung braucht mehr Platz

Die alte Polizeiwache wäre eine Option. Das Rathaus in Emmerich hat nicht genug Platz.

Foto: Lindekamp

Die alte Polizeiwache wäre eine Option. Das Rathaus in Emmerich hat nicht genug Platz.

Emmerich.   Kein Platz im Rathaus: Im Emmericher Haushalt stehen 1,1 Millionen Euro für einen Gebäude-Ankauf bereit. Alte Polizei-Wache ist eine Option.

Das Rathaus in Emmerich platzt aus allen Nähten. Deshalb schaut sich die Emmericher Verwaltung nach einem Gebäude um, dass man für eine Verwaltungserweiterung erwerben könnte. 1,1 Millionen Euro stehen dafür im Haushalt 2018 bereit.

Unter anderem, so wurde es jüngst im Ausschuss gesagt, ist die alte Polizei-Wache am Geistmarkt eine Option. Doch konkret ist das noch nicht: „Das sind noch ungelegte Eier“, sagt Stadtsprecher Tim Terhorst. Auch andere Gebäude werden in Betracht gezogen.

Fachbereich Soziales wächst

Dass in die Entwicklung Bewegung kommt, geht schon zurück auf einen Antrag der CDU-Fraktion. Die Christdemokraten bemängelten, dass es im Bürgerbüro an der Steinstraße 34 kaum eine angemessene Privatsphäre geben könne. Die Räumlichkeiten sind dafür nicht ideal. Deshalb hat die Verwaltung die Lage untersucht und prüft verschiedene Möglichkeiten.

Denkbar ist es zum Beispiel, dass der Fachbereich Soziales komplett umzieht, wenn ein neues Gebäude hinzu gekauft werden kann. Dann wäre in den jetzigen Räumlichkeiten des Fachbereiches, die über den Eingang Fährstraße erschlossen sind, frei für einen Umzug des Bürgerbüros. Zum Beispiel. Die Verwaltung ist dabei, ein Raumkonzept zu erarbeiten.

Unter anderem muss sich die Verwaltung steigenden Ansprüchen im sozialen Bereich stellen. Steigende Fallzahlen mit der Tendenz, dass noch mehr Kinder und Familien betreut werden, haben zu Folge, dass auch der Personalbedarf steige, schildert Tim Terhorst. Entsprechend bräuchte der Fachbereich mehr Platz. Aber: „Das Rathaus ist voll bis unters Dach. Jeder Quadratmeter ist belegt“, umschreibt es der Stadtsprecher.

Zuletzt habe es im Obergeschoss noch ein offenes Büro gegeben, wo sich Auszubildende einrichten konnten: „Das ist jetzt auch belegt“, verrät Terhorst. Bei jeder Neueinstellung im Rathaus müsse schon überlegt werden, wie man die Kollegen noch unterbringen kann.

Sanierungsarbeiten in 2018

Längst nicht abgeschlossen ist auch die Sanierung des Rathauses. In 2018 stehen 180.000 Euro für die Sanierung im Haushalt bereit. Damit sollen die Flure des Altbaus in allen drei Etagen aufgewertet werden. Die Decke soll mit besserem Schallschutz versehen werden. Die Beleuchtung auf ein zeitgemäßes Niveau gebracht werden. Eine neue Wandgestaltung ist angedacht. Die Türen werden nicht ausgetauscht, aber aufgearbeitet. In den kommenden Jahren sollen dann der Ratssaal, der Europasaal und das Trauzimmer saniert werden.

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