Feuerwehr

Ermittlungen zur Brandursache am alten Katjes-Werk laufen

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr sind mehr als sechs Stunden im Einsatz.

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr sind mehr als sechs Stunden im Einsatz.

Foto: Thorsten Lindekamp / Funke Foto Services GmbH

Emmerich.  Sonntag hat es am alten Katjes-Werk in Emmerich gebrannt. Die Kripo ermittelt zur Brandursache. Sachverständiger ist am Montag vor Ort.

Wie es zum Brand auf dem ehemaligen Katjes-Werksgelände in Emmerich kam, steht auch am Montagvormittag noch nicht fest. Die Ermittlungen der Polizei dauern weiterhin an. „Heute wird sich ein Sachverständiger auf dem Gelände umsehen“, erklärte die Pressesprecherin der Polizei des Kreises Kleve auf NRZ-Nachfrage am Montag.

Ein technischer Defekt scheidet vermutlich als Brandursache aus. Denn keine der Versorgungsleitungen, wie etwa Strom und Gas, sind derzeit noch angeschlossen.

Anwohner alarmierten die Feuerwehr

Um 6.09 Uhr wurde der Löschzug Emmerich von Anwohnern alarmiert, die in Richtung Normannstraße verstärkten Brandgeruch wahrgenommen hatten. Doch schon fünf Minuten später wurde eine starke Rauchentwicklung sichtbar, der unmittelbar ein Feuerschein über der ehemaligen Produktionsstätte von Katjes an der Wassenbergstraße folgte. In direkter Nähe zum Netto-Markt und der Schreinerei Schlichtenbrede.

Umgehend rückten die Einsatzkräfte des Löschzuges Stadt und Hüthum an. Später wurden sie vom Löschzug Vrasselt unterstützt.

Abrissarbeiten auf dem Gelände

Mit Drehleiter und jede Menge Einsatzfahrzeugen versuchten die Wehrleute, Herr der Lage zu werden. Die Wassenbergstraße einschließlich Kreuzungsbereich Nierenberger Straße war gesperrt. Zudem lief am Mühlenweg rückseitig des Geländes nichts mehr. Die ehemaligen Produktionsstätten von Katjes und deren Hallen werden derzeit abgerissen (die NRZ berichtete), da hier das neue Katjes-Quartier entsteht.

Auch der Rettungsdienst hielt sich für einen möglichen Einsatz bereit. „Das Stahldach verliert durch die Hitze seine Tragfähigkeit und droht einzustürzen, weswegen wir sehr vorsichtig vorgehen müssen“, erklärt Einsatzleiter André Jansen die Vorgehensweise.

Technischer Defekt scheint unwahrscheinlich

Als der Löschzug am Morgen eintraf, brannte es an zwei Stellen, auf dem Boden und auf dem Dach. „Die Kriminalpolizei hat ihre Ermittlungen aufgenommen“, so Jansen.

Gegen 11 Uhr waren zwei Löschzüge abgezogen worden, Glutnester wurden aber weiterhin von der Wehr Emmerich-Stadt gelöscht. Insgesamt waren 40 Feuerwehrleute und der Rettungsdienst im Einsatz.

Das Aufkommen an Schaulustigen hielt sich in Grenzen. Vielleicht auch wegen der frühen Zeit am Sonntagmorgen und den derzeitigen Herbstferien.

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