Gericht

Angeklagte sollen von Reeser Firmenhof Boxen gestohlen haben

Das Emmericher Amtsgericht befasst sich mit einem Fall von Diebstahl. Von einem Firmenhof in Rees waren Warenboxen entwendet worden.

Foto: Funke Services

Das Emmericher Amtsgericht befasst sich mit einem Fall von Diebstahl. Von einem Firmenhof in Rees waren Warenboxen entwendet worden. Foto: Funke Services

Rees.   Zwei Männer waren angeklagt, von Reeser Firmenhof Warenboxen gestohlen zu haben. Einer wurde vor Gericht verurteilt, der zweite freigesprochen.

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Geldstrafe für den einen Angeklagten (34), Freispruch für den anderen (61). So lautete das Urteil des Emmericher Amtsgerichts. Zwei Duisburger waren des gemeinschaftlichen Diebstahls angeklagt. Ihnen war vorgeworfen worden, vier Waren-Gitterboxen im Wert von 400 Euro von einem Firmengelände an der Empeler Straße in Rees entwendet zu haben. Erst beim gestrigen zweiten Verhandlungstag kam es zu einem Urteil, weil das Gericht noch hatte Zeugen hören wollen.

Der Fahrer kam ohne Papiere heraus

Am 9. Februar 2017 war bei der Reeser Firma eine Leihwagen auf den Hof vorgefahren. Der Fahrer, so berichteten Zeugen, sei ausgestiegen und ins Versandbüro gegangen. Währenddessen habe der Beifahrer die Ladeklappe herabgelassen und die vier Gitterboxen aufgeladen.

„Misstrauisch bin ich geworden, nachdem der Fahrer ohne Papiere wieder herauskam“, so erste Zeuge. Er eilte damals zu seinem Kollegen, erfuhr, dass der Fahrer nachgefragt habe, ob die Firma etwas zum Abtransport bereithalte. Was nicht der Fall war. „Woraufhin wir die Sache dem Chef gemeldet haben.“

Mietwagen für den Umzug gebraucht

Am ersten Verhandlungstag hatte der 34-Jährige „die Sache“ als Auftrag beschrieben, der ihm sein früherer Chef erteilt habe. Dieser aber widersprach der Schilderung des Angeklagten. Warum das Arbeitsverhältnis gelöst worden sei, wollte Richterin Mareen Hölker wissen. Er sei nicht zuverlässig gewesen, so der Ex-Chef. „Zahl du mir erst mal meinen Lohn!“, herrscht der Angeklagte ihn daraufhin an. Worauf die Richterin einschritt und Ruhe einforderte.

Der 62-jährige Angeklagte war insofern in die Sache verwickelt, als dass er den Mietwagen auf seinen Namen für einen Umzug geordert hatte, was dem anderen aufgrund fehlender Papiere nicht möglich gewesen war. „Ich hatte ihm einen Freundschaftsdienst erweisen wollen“, so der ältere Angeklagte.

Dieser wurde freigesprochen, zumal ihn der 34-Jährige entlastete. Dieser wurde zu einer Geldstrafe von 60 Tagessätzen à 20 Euro verurteilt, wie auch die Staatsanwaltschaft gefordert hatte. „Wir haben am Tathergang keinen Zweifel“, so die Richterin. Auch seine drei Vorstrafen wegen Betrugs spielten bei der Urteilsfindung eine Rolle.

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