Hilfsaktion

Anna Geerlings aus Rees ist froh über Genesung ihres Enkels

Sasa Umicevic nach der Kavernom-Operation mit seiner Oma Anna Geerlings.

Foto: Elisabeth Hanf

Sasa Umicevic nach der Kavernom-Operation mit seiner Oma Anna Geerlings. Foto: Elisabeth Hanf

Rees.   Wie geht es eigentlich Sasa Umicevic? In Rees war 2012 eine beispiellose Spendenaktion für ihn angelaufen, um das Leben des Bosniers zu retten.

Sicher erinnern sich viele noch an Sasa Umicevic, den Enkel von Anna Geerlings, der vor 26 Jahren mit einem Cavernom, einer Gefäßmissbildung, auf die Welt kam. Der junge Mann wird im September sein Studium zum Mediziner in Banja Luca abschließen. „Ich liebe Sasa, er ist Sauerstoff für meine Lunge“, sagt seine inzwischen schwer an Diabetes und Arthrose erkrankte Oma.

Die Krankenkasse wollte nicht zahlen

Die 80-Jährige lebt in Rees. Sasa Umicevic hatte im Juli 2012 Teil seiner Semesterferien bei seiner Großmutter verbracht und dort einen schweren neurologischen Anfall erlitten. Das Cavernom löste bei ihm damals schon monatlich einen Anfall aus, dem Krankheitsbild der Epilepsie nicht unähnlich. Eine tödliche Gefahr. Denn bei Stress oder ein Unfall hätten das Cavernom platzen können. Es war Eile geboten. Nur eine Operation konnte das Leben des jungen Mannes retten.

Aber das erwies sich als Problem. Sasas Krankenkasse weigerte sich, die Kosten dafür zu erstatten. In Bosnien gab es keinen Arzt, der diese Operation hätte durchführen kann. Obwohl dort die OP mit rund 6000 Euro deutlich günstiger gewesen wäre. In Deutschland war von Kosten von rund 20.000 Euro gesprochen worden.

Allmählich die Tabletten absetzen

Nachdem die NRZ über das Schicksal des damals 21-Jährigen Medizinstudenten berichtet hatte, lief eine beispiellose Spendenaktion von Rees aus an mit dem Erfolg, dass Sasas Umicevic Leben gerettet werden konnte. Über 13.000 Euro war durch die Initiative von Elke Landers, einer Nachbarin von Anna Geerlings, zusammengekommen, was die Operation in Deutschland möglich gemacht hatte.

Noch immer nimmt Sasa Medikamente, die wird er aber auf Anraten des Professors aus Düsseldorf, der ihn damals operiert hat, bis zum Ende seines Studiums nehmen. „Dann sollen die Tabletten allmählich abgesetzt werden“, sagt seine Großmutter. Die stolz, sehr stolz auf „ihren“ Sasa ist. „Ein lieber Junge und so hilfsbereit“, freut sie sich: „Er und seine Schwester Leona, die Germanistik studiert hat, halten mich am Leben.“

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