Isselburg. Dr. Manfred Ulrich aus Isselburg war lange als Kreisveterinär tätig. Nun wurde er verabschiedet. Das lag ihm besonders am Herzen.

Der Leitende Kreisveterinärdirektor Dr. Manfred Ulrich aus Isselburg ist in den wohlverdienten Ruhestand getreten. 1986 hatte der Tierarzt seinen Dienst beim Kreis Borken begonnen. Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster und Stefan Pelz, Vorsitzender des Personalrates der Kreisverwaltung Borken, verabschiedeten den Leiter des Fachbereichs Tiere und Lebensmittel der Kreisverwaltung jetzt im Rahmen einer Feierstunde in der Gaststätte Haarmühle in Ahaus-Alstätte und dankten dabei für seine engagierte Arbeit.

Im Jahr seiner Promotion als Tierarzt übernahm Dr. Manfred Ulrich zunächst jeweils eine nebenamtliche Tätigkeit als Fleischbeschautierarzt beim Kreis Borken und bei der damals für diese Aufgabe ebenfalls noch zuständigen Stadt Bocholt. 1992 bis 1994 absolvierte er dann den Referendardienst für die Laufbahn des höheren tierärztlichen Dienstes in der Veterinärverwaltung beim Land NRW. Nach bestandener Laufbahnprüfung war er beim Kreis zunächst als Veterinärrat tätig.

Leitung eines der größten Kreisveterinärämter in ganz NRW

Später übernahm der Amtstierarzt dort die Leitung der Fachabteilung Veterinärangelegenheiten und im Jahr 2020 schließlich die Führung des Fachbereichs Tiere und Lebensmittel – eines der größten Kreisveterinärämter in ganz NRW. In seiner langen Amtszeit hat er sich neben dem allgemeinen Tierschutz vor allem mit zahlreichen Tierseuchen zu befassen, u. a. mit der Schweinepest, der Vogelgrippe sowie der Bovinen spongiformen Enzephalopathie (BSE) und der Blauzungenkrankheit. Souverän ging er mit diesen für alle Beteiligten sehr belastenden Situationen um.

Die korrekte Anwendung von Tierarzneimitteln lag ihm ebenso am Herzen wie die Ausbildung der Veterinärreferendare im Land NRW. Seine Tätigkeit war gekennzeichnet durch einen engen Kontakt mit der heimischen Landwirtschaft und auch den hiesigen Verbraucher- und Tierschutzorganisationen. Seine fundierten Fachkenntnisse waren überdies weit über den Kreis Borken hinaus landesweit in zahlreichen Arbeitsgruppen gefragt.

Lesen Sie auch diese Nachrichten aus Emmerich, Rees und Isselburg

Emmerich: Embricana hat mit Personalausfällen zu kämpfen

Emmerich: Essity gab Einblicke in die Herstellung von Jobst-Kompressionsstrümpfen

Rees: 68 Unternehmen bei Jobbörse Job4U dabei

Rees: Uni Köln investiert vier Millionen Euro in Neubau

Isselburg: Amtlich bestätigt – Wolf reißt Schaf