Rees. Das Übergangswohnheim in Empel soll abgerissen werden und ein Ersatzbau entstehen. Was die SPD zum Standort wissen möchte.

Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Rees hat jetzt dem Reeser Bürgermeister Sebastian Hense neun Fragen zur Zukunft des Übergangswohnheims gestellt. „Anlass für unsere Fragen sind Äußerungen von Seiten der Stadtverwaltung im Bauausschuss, dass das bisherige Übergangswohnheim in Empel abgerissen und ein Ersatzbau am Grüttweg im Reeser Stadtgebiet errichtet werden solle. Bei dieser Entscheidung waren die Ratsmitglieder bisher außen vorgelassen worden. Dies hat zu Fragen aus der Bürgerschaft, aber auch bei uns selbst geführt,“ so Peter Friedmann, Vorsitzender der Reeser SPD-Fraktion.

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Bürgernähe sieht anders aus
SPD-Fraktionschef Peter Friedmann

SPD bestreitet nicht die grundsätzliche Notwendigkeit

Dabei bestreiten die Sozialdemokraten nicht die grundsätzliche Notwendigkeit einer solchen Einrichtung. Allerdings möchten sie die Diskussion auf breitere Füße stellen. „Bürgernähe sieht anders aus,“ urteilt Friedmann. Dabei erachtet die SPD den angedachten Standort als eher ungünstig. „In unmittelbarer Nähe befinden sich eine Kindertagesstätte, das Hallenbad und das Krematorium. Da stellt sich die Frage, ob es im Stadtgebiet nicht besser geeignete Standorte gäbe“, ergänzt Karl van Uem, Reeser Ratsherr und Vorsitzender des SPD-Ortsvereins.

Folgende Fragen sollen beantwortet werden

Die SPD-Fraktion hat daher den Bürgermeister gebeten, folgenden Punkt auf die Tagesordnung des nächsten Rates zu setzen: „Neubau eines Wohnheims für Wohnungslose“.

Folgende Fragen sollten erläutert werden:

Wann hat die DB Netz den Antrag gestellt das Übergangswohnheim in Empel abzureißen?
Welche städtebaulichen und stadtentwicklungspolitischen Überlegungen leiten die Verwaltung bei der Standortwahl?
Welche alternativen Standorte wurden von der Verwaltung bewertet?
Was hat zur Auswahl des Standortes Grüttweg geführt?
Ist die Stadt im Besitz des zu bebauenden Grundstückes?
Wurde mit den Nachbarn, auch mit der erweiterten Nachbarschaft, eine Einigung erzielt und wurden diese Nachbarn rechtzeitig durch die Verwaltung über die Maßnahme informiert?
Wann soll mit dem Bau begonnen werden?
Wie viele Wohnungslose sollten in dem Übergangswohnheim untergebracht werden?
Sollen in diesem Wohnheim auch Menschen in erschwerten Lebenslagen (Suchtkranke) untergebracht werden?