Kreis Kleve. 50 Polizeibeschäftigte aus dem Kreis Kleve haben sich in Düsseldorf an der Groß-Demo im Tarifstreit beteiligt. Die Forderungen.

Weil die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) in der laufenden Tarifrunde immer noch kein Angebot vorgelegt hat, beteiligten sich 50 Polizeibeschäftigte aus der Kreisgruppe Kleve an diesem Dienstag, 5. Dezember, an der großen Demonstration der Gewerkschaften vor dem Landtag in Düsseldorf. „In Zeiten anhaltend hoher Lebensmittel- und Energiepreise versuchen die Arbeitgeber, sich aus der Verantwortung für ihre Beschäftigten zu stehlen. Das werden wir ihnen nicht durchgehen lassen!“, sagt Frank Schneiders, Vorsitzender der GdP-Kreisgruppe Kleve.

Rund 50 Polizisten aus dem Kreis Kleve beteiligten sich an der Demonstration.
Rund 50 Polizisten aus dem Kreis Kleve beteiligten sich an der Demonstration. © dpa | Rolf Vennenbernd

Ziel ist es, vor der dritten Verhandlungsrunde am 7. und 8. Dezember in Potsdam Druck zu machen. Die nordrhein-westfälische Landesregierung soll ihren Einfluss innerhalb der TdL geltend machen, damit diese endlich ein wegweisendes Angebot vorlegt. Die Gewerkschaften fordern 10,5 % mehr Geld, mindestens aber 500 Euro. Auszubildende sollen 200 Euro mehr erhalten.

Jede zehnte Stelle im Tarifbereich ist unbesetzt

Der GdP geht es um eine faire und angemessene Bezahlung der Kolleginnen und Kollegen, die zuverlässig und kompetent ihre Arbeit und ihren Dienst verrichten. Weil in der Landesverwaltung schon lange keine wettbewerbsfähigen Gehälter mehr gezahlt werden, ist bei der Polizei NRW laut jüngsten Zahlen landesweit mehr als jede zehnte Stelle im Tarifbereich unbesetzt.

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Ganz wichtig ist es der GdP, dass ein Tarifergebnis sodann auch 1:1 auf Beamtinnen und Beamte sowie auf Versorgungsempfängerinnen und Versorgungsempfänger übertragen wird.