Gesundheit

Augustahospital Anholt veranstaltete eine MS-Woche

Im Augustahospital Anholt gab es eine MS-Woche, in der verschiedenste Aktionen für Multiple Sklerose-Betroffene und deren Angehörige angeboten wurden.

Im Augustahospital Anholt gab es eine MS-Woche, in der verschiedenste Aktionen für Multiple Sklerose-Betroffene und deren Angehörige angeboten wurden.

Foto: augustahospital

Anholt.  Im Augustahospital Anholt gab es eine MS-Woche, in der Aktionen für Multiple-Sklerose-Betroffene und deren Angehörige angeboten wurden.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Als Multiple-Sklerose-Betroffener muss man oft erst lernen, mit den verschiedenen Belastungen der chronischen Erkrankung umzugehen. Häufig sind es vor allem körperliche Einschränkungen, die das Leben verändern. Es können aber auch psychische Belastungen auftreten, wenn man aufgrund der Krankheit den Blick für das Positive verliert.

Positive Einstellung bewahren

Hierbei sollte man sich immer an einen wichtigen Punkt erinnern: Lebensqualität und Wohlbefinden hängen nicht nur davon ab, wie fit und beweglich ein Mensch ist. Wer sich eine positive Einstellung bewahrt, regelmäßig etwas für seine Seele tut, aber auch gut mit seinem Körper umgeht, kann sich daher trotz Multipler Sklerose wohlfühlen und ein glückliches Leben führen.

Genau diese Botschaft möchte auch das Augustahospital Anholt als MS-Schwerpunktzentrum den Patienten sowie den Angehörigen immer wieder mit auf den Weg geben. Aus diesem Anlass veranstaltete die neurologische Fachklinik eine MS-Woche, in der verschiedenste Aktionen für MS-Betroffene und deren Angehörige angeboten wurden.

Musiklehrerin Susanne Lindner animiert zum Mitsingen

Die Aktionswoche startete mit einem Singangebot, bei der die Musiklehrerin Susanne Lindner die Teilnehmer zum Mitsingen und Mitmachen animierte – es standen bekannte Lieder auf dem Programm. Dabei kam es nicht auf eine gute Stimme an, sondern auf den Spaß am gemeinsamen Singen. Nebenbei belegen zahlreiche Forschungen und Studien die vielfältigen gesundheitsfördernden Wirkungen des Singens auf Körper, Geist und Seele.

Erfahrungsaustausch mit Katrin Kormann

Unter dem Motto „Von Betroffenen für Betroffene“ stand Katrin Kormann, DMSG-Landesverband NRW, am zweiten Tag der MS-Woche mit umfangreichen Informationen rund um die Krankheit unterstützend und beratend zur Seite. In gemütlicher Runde bestand die Möglichkeit zu einem offenen Erfahrungsaustausch.

Sport und Aktivität sind wichtig

Am Mittwoch führte das Augustahospital in Zusammenarbeit mit dem DMSG-Landesverband NRW ein Seminar zum Thema „Sport, Aktivität und Lebensqualität“ durch. „Lebensqualität für Menschen mit MS-bedingten Behinderungen: Ein ganzes „Paket“ moderner Verfahren wie Bewegungstherapie einschließlich elektronisch gesteuerter Laufbänder mit „virtueller Realität“, gesunde Ernährungsformen, Psychologie und Abstimmung altbewährter Behandlungsverfahren erlaubt heute ein Leben mit MS, von dem frühere Generationen oft nur träumen konnten …“ – so lautete die Ankündigung im Seminarprogramm des DMSG LV NRW.

Chefarzt Prof. Dr. Michael Haupts hält Fachvortrag

Nach interessanten Fachvorträgen vom Ärztlichen Direktor und Chefarzt Prof. Dr. Michael Haupts und der Diätassistentin des Hauses erhielten die Teilnehmer einen Einblick in die Räumlichkeiten der Physiotherapie und die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten mit modernsten Therapiegeräten.

Begehbares Schachfeld im Park

Für Donnerstags lud die Klinik zum gemeinsamen Boule-Spielen ein. Erst wenige Wochen zuvor wurden im Park ein begehbares Schachfeld sowie das neue Boule-Spielfeld errichtet. Boule ist ein geselliges Freizeitspiel, das auch für MS-Betroffene besonders gut geeignet ist. Beim präzisen Werfen der Kugeln kommt es vor allem auf Körperbeherrschung und die Hand-Auge-Koordination an, außerdem wird die Koordinationsfähigkeit trainiert. Bei eingeschränkter Beweglichkeit kann auch vom Rollstuhl oder am Rollator der perfekte Wurf gelingen.

Faszination Bogenschießen

Beendet wurde die Woche mit dem Workshop „Faszination Bogenschießen - auch mit Handicap“. Bogenschießen ist heutzutage eine beliebte Sportart für Menschen mit und ohne Behinderung. Der Umgang mit dem Sportgerät erfordert Konzentration, Technik und innere Ausgeglichenheit. Ob im Stehen oder sitzend im Rollstuhl, die Freizeitbeschäftigung steht jedem offen, der einen Bogen spannen kann. Die Erfahrung mit Pfeil und Bogen kann dazu beitragen, das Selbstwertgefühl zu steigern. Wenn der Bogen gespannt wird, der Pfeil die Sehne mit großer Wucht verlässt und sich einen Augenblick später in die Zielscheibe bohrt, dann empfinden viele Schützen eine Art Glücksgefühl. Nebenbei erzielt der Bogensport noch therapeutische Effekte: Rücken-, Brust- und Schultermuskulatur werden gekräftigt, das Konzentrationsvermögen und die Wahrnehmungsfähigkeit trainiert und die Entspannung gefördert.

Verwaltungsdirektor Sebastian Lasczok spricht über Wunsch der Patienten

„Neben den täglichen Behandlungsabläufen möchten wir unseren Patientinnen und Patienten etwas bieten, das von den Beschwerden der Krankheitsbilder ablenkt - dies wird sehr häufig von den Patienten gewünscht. Aus diesem Grund veranstalten wir immer wieder verschiedenste solcher Aktionen“, erklärt Verwaltungsdirektor Sebastian Lasczok. Die neurologische Fachklinik freut sich umso mehr, dass neben den unterschiedlichen therapeutischen Ansätzen der Aktionen auch dieser Wunsch aufgegriffen werden kann.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben