Barrierefreier Ausbau

Ausbau des Bahnhofs in Emmerich: Es bleibt bei Frühjahr 2021

Bürgermeister Peter Hinze (2.v.l.) hatte Werner Lübberink (1.v.l.), Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn in NRW, zum Gespräch ins Rathaus geladen. Mit dabei waren unter anderem der Erste Beigeordnete Dr. Stephan Wachs (r.) und weitere Vertreter von Tochterunternehmen der Deutschen Bahn.                

Bürgermeister Peter Hinze (2.v.l.) hatte Werner Lübberink (1.v.l.), Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn in NRW, zum Gespräch ins Rathaus geladen. Mit dabei waren unter anderem der Erste Beigeordnete Dr. Stephan Wachs (r.) und weitere Vertreter von Tochterunternehmen der Deutschen Bahn.                

Foto: Thorsten Lindekamp

Emmerich.   Stadt Emmerich hat mit der Deutschen Bahn über den barrierefreien Ausbau des Bahnhofs gesprochen: Am Start im Jahr 2021 ist nicht zu rütteln.

Die Stadt Emmerich hat sich am Dienstag zu einem Gespräch mit Werner Lübberink, Konzernbevollmächtigter für NRW bei der Deutschen Bahn, und einer Delegation getroffen.

„Der Bürgermeister hat nochmal sein Unverständnis darüber zum Ausdruck gemacht, dass der barrierefreie Ausbau des Bahnhofes nicht 2020 sondern erst 2021 startet“, erklärt Stadtsprecher Tim Terhorst. Doch mit einem Entgegenkommen sei nicht zu rechnen.

Der Ausbau war ohnehin erst Ende 2020 geplant

Die Bahn habe nochmal beteuert, dass es auch vorher der Plan gewesen sei, den Ausbau erst im vierten Quartal 2020 zu beginnen. Wegen der notwendigen Sperrphase der Bahntrasse sei ein Start aber erst drei oder vier Monate später möglich. Also werde erst im Frühling 2021 begonnen. Entsprechend sei mit der Inbetriebnahme eines Aufzuges auch erst 2021 zu rechnen.

Am Donnerstag wird der CDU-Bundestagsabgeordnete Stefan Rouenhoff ebenfalls mit Lübberink zusammenkommen, um die Bahn zu einem früheren Ausbau zu bewegen. Eine entsprechende Resolution der CDU zum Emmericher Bahnhof wurde im Rat einstimmig verabschiedet.

Erste Gespräche über den Bahnhofs-Kauf

Im Gespräch mit der Stadt Emmerich war auch der Kauf des Bahnhofs durch die Stadt ein Thema. Prinzipiell sei die Bahn verkaufsbereit, erklärt Tim Terhorst. „Die Verwaltung hat ihre Pläne für das gesamte Bahnhofsumfeld vorgestellt. Klar ist aber jetzt schon, die gesamte Fläche werden wir nicht bekommen können, da es hier auch um Betuwe-Planbereiche geht“, so Terhorst weiter.

Die Stadt möchte das Areal großräumig überplanen: Vom Löwentor bis zur Jet-Tankstelle an der Reeser Straße und auch nördlich des Bahnhofs, um einen Zugang für die Wohngegenden dort zu ermöglichen. Die Gespräche werden fortgesetzt.

Bürgermeister Peter Hinze erkundigte sich auch noch nach den Entwicklungen rund um einen ICE-Halt für Emmerich. Der Konzernbevollmächtigte machte zwar deutlich, dass die Bahn natürlich perspektivisch an einer guten Anbindung des Emmericher Bahnhofs an das Nah- und Fernverkehrsnetz interessiert sei. „Konkrete Zusagen kann ich ihnen zum heutigen Tag allerdings nicht machen“, so Lübberink.

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