A3-Bauarbeiten

Autobahnanschluss soll Ende des Jahres eröffnet werden

Derzeit wird fleißig am Asphalt auf der A3 bei Emmerich gearbeitet.

Foto: Klaus-Dieter Stade

Derzeit wird fleißig am Asphalt auf der A3 bei Emmerich gearbeitet. Foto: Klaus-Dieter Stade

Emmerich.   Wenn die Witterung mitspielt, soll der A3-Anschluss Emmerich-Ost bereits Ende Dezember befahrbar sein. Letzte Arbeiten laufen nun an.

Die Auf- und Abfahrt in Fahrtrichtung Oberhausen sieht schon vielversprechend aus. Der Asphalt ist aufgebracht und einige Schutzplanken sind aufgestellt. Auch in der entgegengesetzten Fahrtrichtung sind die Arbeiten voran geschritten. Der dritte Autobahn-Anschluss für Emmerich auf der A3 in Klein-Netterden, der demnächst den Namen „Emmerich-Ost“ tragen wird, steht kurz vor der Vollendung. Wie Gregor Hürter vom Landesbetrieb Straßenbau.NRW nun erklärt, „kann es gut sein, dass die neue Anschlussstelle vor Weihnachten für den Verkehr geöffnet werden kann“. Schneller als eigentlich geplant, könnte dann der Verkehr über die neu gebaute Brücke an der Netterdenschen Straße fließen. „Denn eigentlich sollte Emmerich-Ost erst im Frühjahr 2018 fertiggestellt sein“, weiß Hürter.

Beschilderung zum Schluss

Die Arbeiten an der neuen Anschlussstelle verliefen aber reibungslos, zudem spielte das Wetter mit. Die Witterung ist es nun, die dazu führen könnte, dass doch noch nicht vor Jahresende eröffnet werden kann. Dennoch zeigt sich Hürter optimistisch. Denn allzu viele Arbeiten am Brückenbauwerk und den Auf- und Abfahrten sind durch das Arbeiter-Team vor Ort nicht mehr zu leisten. „Es müssen noch einige Asphaltarbeiten durchgeführt werden“, erklärt Hürter.

Auch ein Teil der Leitschutzplanken fehlen noch. Und das Wichtigste wird natürlich zum Schluss getätigt: die neue Beschilderung für Emmerichs dritten A3-Anschluss. „Neben dem Aufstellen der Schilder, ist auch das Auftragen der Fahrbahnmarkierungen eine der letzten Arbeiten“, schildert Hürter. Doch wenn hier alles abgearbeitet ist, heißt es freie Fahrt auf der Brücke und den Auf- und Abfahrten.

Am Ende wird abgerechnet

Schon jetzt wurde der ein oder andere Fahrer gesichtet, der unerlaubt einfach in der Dunkelheit die Zubringer heruntergefahren ist. „So etwas kommt auf den Baustellen leider immer öfter vor“, so Hürter, „keiner hält sich mehr an Regeln.“ Vor einem Jahr lagen die geschätzten Kosten für das Projekt bei etwa 5,5 bis 5,8 Millionen Euro, wobei vier Millionen für die reine Anschlussstelle und über 1,5 Millionen Euro für das neuen Brückenbauwerk vorgesehen waren. Noch haben die Verantwortlichen nicht abgerechnet. Das geschehe natürlich erst, wenn auch die letzten Arbeiten an der neuen Anschlussstelle getätigt sind.

Die Arbeiten für die neue Anschlussstelle der A 3 sind im vergangenen Jahr gestartet. Zunächst wurden Rodungsarbeiten durchgeführt. Zudem gab es mehrtägige Sperrungen auf der Autobahn um zum einen die alte Brücke abzureißen und zum anderen auch große Teile der neuen Brücke zu installieren.

>> BAUWERK HATTE KEINE ZUKUNFT

Die alte Brücke, die an der Netterdenschen Straße über die A3 führt, musste aus Gründen der Statik abgerissen werden, wie Straßen.NRW im vergangenen Jahr mitteilte. Selbst ohne den Bau des neuen A3-Anschlusses hätte die Brücke aus Gründen der Verkehrssicherheit abgerissen werden und so die L90 – wie nun geschehen – für eine längere Zeit „getrennt“ werden müssen. Seit 2011 gibt es nämlich eine neue Richtlinie. Nach Überprüfung der Brücke war bereits im Jahr 2014 klar, dass die Brücke keine Zukunft haben wird und abgerissen werden muss.

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