Bauprojekt

Bauarbeiten in De Wette Telder in Emmerich ruhen weiter

Momentan ruhen die Arbeiten in De Wette Telder.

Momentan ruhen die Arbeiten in De Wette Telder.

Foto: Schuster

Emmerich.  Anfang Januar gestartet, ruhen die Sanierungsarbeiten in De Wette Telder bereits zum zweiten Mal. Dieses Mal gibt es Probleme mit der Statik.

Der Bauzaun steht. Und das Plakat, das auf die Baustelle verweist ebenso. Nur: Auf der Baustelle tut sich nichts. Und das bereits seit mehreren Wochen. Schon wieder. Die Sanierungsarbeiten des Hauses an der Steinstraße 15, De Wette Telder, mussten ein zweites Mal gestoppt werden. Probleme mit der Statik zwingen die ausführenden Unternehmen momentan zu einer Pause.

Erst im Januar diesen Jahres, eigentlich hätten die Arbeiten zur Herrichtung des Denkmals schon im Mai 2018 beginnen sollen, sind die Sanierungsarbeiten in Emmerichs wohl ältestem Giebelhaus gestartet. Doch schon bald wurde die Entkernung im Inneren gestoppt.

Überreste im Kellergewölbe gefunden

Im Kellergewölbe des über 500 Jahre alten, ehemaligen Kaufmannhauses waren bei Vorarbeiten für die statische Ertüchtigung des Gebäudes im März gleich an mehreren Stellen im Boden steinerne Überreste gefunden worden. „Diese Denkmalfunde“, so Stadtsprecher Tim Terhorst, „mussten zunächst von Fachleuten ausgewertet werden“. Dann wurden sie kartiert und entsprechend gesichert.

Doch im Laufe der weiteren Arbeiten kam schon eine neue Herausforderung auf Architekt und Bauunternehmen zu: „Es hat sich herausgestellt, dass etwa die Zwischendecke nicht so einfach herausgenommen werden kann“, so Terhorst. Anders als zunächst gedacht, würde dies erheblich die Statik des Hauses angreifen.

Gespräche mit der Denkmalbehörde

Der zuständige Architekt Michael Faulseit und ein Statikbüro führen nun neue Berechnungen durch und suchen nach Alternativen. Ein zweiter Stützpfeiler ist wohl von Nöten. „Doch auch das muss mit der Unteren Denkmalbehörde abgesprochen werden“, sagt der Stadtsprecher. Heißt: Weitere Zeit wird verstreichen. Terhorst ist dennoch optimistisch, dass schon bald die Herausforderung Statik gelöst wurde.

Und dann, daraus macht Terhorst keinen Hehl, „muss Zug drin sein“. Denn eigentlich war geplant, dass im Früh-Herbst 2019 Wette Telder im neuen Glanz erstrahlen wird – im Inneren, als auch von außen. „Wir haben ja auch schon eine konkrete Nutzung für das Gebäude vorgesehen“.

Fördermittel beantragt

Ebenso sind auch Fördergelder beantragt. Etwa für einen Quartiersmanager, der auf zwei Jahre gesehen eigentlich nur bis 2021 gefördert würde. Sollte der Quartiersmanager später anfangen, weil das Gebäude noch nicht nutzbar ist, könnten der Stadt Fördergelder entgehen. „Wir haben schon beim Fördermittelgeber einen Härtefall-Antrag gestellt und hoffen auf Verlängerung“, sagt Terhorst.

Einige Rückbauarbeiten sind, soweit es geht, im Haus geschehen und sollen alsbald weiter laufen. Zur Instandsetzung und Ausstattung des Baudenkmals hat die Stadt eine Fördersumme in Höhe von 1.024.685 Euro erhalten.

Ein Haus der Vereine und Gruppen

Nach der Sanierung soll De Wette Telder den Bürgern der Stadt offen stehen. Senioren sollen sich hier ebenso treffen, wie Mütter mit Kindern oder andere Gruppen. Das Haus soll eine Bildungs- und Begegnungsstätte in der Innenstadt werden.

Offen ist nur: wann?

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