Immobilie

Bauernscheune in Rees-Speldrop steht zum Verkauf

Diese Immobilie in Speldrop, rechts in der Scheune war der Bauernladen untergebracht, soll verkauft werden

Foto: Konrad Flintrop

Diese Immobilie in Speldrop, rechts in der Scheune war der Bauernladen untergebracht, soll verkauft werden Foto: Konrad Flintrop

Speldrop.   Johannes und Claudia Hemmers wollten hier einen Bauernladen eröffnen. Doch das Zeitkontingent reichte nicht aus, alle Arbeit zu stemmen.

Es waren große Pläne, die bei den Kunden auf den Wochenmärkten für große Zustimmung gesorgt hatten. Die Obst- und Gemüsehändler Johannes und Claudia Hemmers hatten die Idee, einen Bauernladen zu betreiben. Sie erwarben einen alten Bauernhof mit Scheune und einem dazugehörigen 3000 qm großen See erworben. Doch der Traum ist aus den verschiedensten Gründen geplatzt.

Das Anwesen liegt direkt an der L7 in Speldrop

Das Anwesen direkt an der L7 in Speldrop, der ehemalige Hof der Familie Ruyter, bot sich damals für diese Idee an. Im Jahr 2013 begann die Familie damit, vor der großen Scheune ihren Gemüsestand aufzubauen und dienstags, donnerstags und samstags unter freiem Himmel Obst und Gemüse anzubieten. Bis die Scheune renoviert war. Im dazugehörigen Wohnhaus hatte die Familie bereits damit begonnen, einige Räume zu sanieren, wie Küche, Bad und einen Wohnraum, damit sich hier Personal und die Familie zwischendurch hätten aufhalten und im Winter aufwärmen können.

Doch es sollte noch ein weiteres Jahr dauern, bis endlich die Genehmigung vorlag, die Scheune gewerblich nutzen zu dürfen, von dienstags bis samstags. Das war vorher auch möglich, durfte allerdings nicht beworben werden.

Viele Liebe zum Detail

Mit viel Liebe zum Detail gestaltete Johannes Hemmers die Scheune, trug Karrenräder, antike Waagen, Holzkarren und Kummets zusammen, um die Scheune ansprechend auszustatten. Neben Obst und Gemüse wollten Hemmers den Bauernladen weiter ausbauen, mit Verkauf von Käse und später Fleisch, Nudeln und Leckereien, ähnlich wie im Lindchen in Uedem. Sogar ein Bauerncafé war geplant. Doch um diese Ideen umzusetzen, waren zahlreiche Anträge und Behördengänge Voraussetzung. Zeit, die das Ehepaar nicht aufbringen konnte, immerhin haben sie zu ihrer täglichen Arbeit auf den Märkten und damit dem verbundenen Einkauf auch noch ihr Anwesen in Neulouisendorf. „Wir haben uns überschätzt. Es war vielzuviel Arbeit“, schaut Johannes Hemmers zurück. „Und jetzt ist auch noch mein Bruder gestorben. Wir haben uns gesagt, nur noch zu arbeiten, das kann es nicht sein.“

Bestechend ist der große See hinter dem Haus

Jetzt steht der ehemalige Bauernhof mit ausgebauter Scheune zum Verkauf. Bestechend ist der große See hinter dem Haus. Dieses müsste allerdings komplett saniert werden. „Das Grundstück ist 13.000 qm groß, der Hof hat eine genehmigte Wohnfläche von 300 qm. Die Nebengebäude bieten sich als Lagerflächen an. Es gibt viele Dinge, die man hier machen könnte“, erläutert Georg von Coelln, Immobilien Köster in Goch, der den Komplex vermarktet. „Ideal wäre es zum Beispiel für einen Landschaftsgärtner, der den See miteinbezieht“, kann sich Johannes Hemmers vorstellen und hofft, dass bald ein Käufer gefunden wird.

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