Rettungsdienst

Baustart der Rettungswache Emmerich ist noch nicht sicher

Der Baubeginn der Rettungswache kann erst mit einer Baugenehmigung erfolgen. Bislang wurden nur vorbereitende Arbeiten vollzogen.

Der Baubeginn der Rettungswache kann erst mit einer Baugenehmigung erfolgen. Bislang wurden nur vorbereitende Arbeiten vollzogen.

Foto: Thorsten Lindekamp / Funke Foto Services GmbH

Emmerich.  Der Kreis hofft auf eine baldige Genehmigung durch die Stadt Emmerich. Es müssten aber noch einige Punkte geklärt werden.

Die ersten Arbeiten sind jetzt zu sehen: Auf dem Gelände der künftigen Emmericher Rettungswache geht es mit den vorbereitenden Maßnahmen los. Eine Baugenehmigung liegt aber auch nach fünf Jahren Planung immer noch nicht vor. Der Kreis Kleve hofft darauf, dass in zwei bis drei Wochen endlich das Okay von der Emmericher Stadtverwaltung gegeben werden kann.

Stadtverwaltung Emmerich: Es müssen noch einige Punkte geklärt werden

Aus dem Emmericher Rathaus heißt es dazu, dass man in enger Abstimmung mit der Kreisverwaltung stehe, es gebe aber noch einige Punkte, die man klären müsse. Unter anderem sei hier der Emissionsschutz davon betroffen. Dieser müsse für eine Baugenehmigung geklärt sein. Ob die Baugenehmigung in zwei bis drei Wochen vorliegt, darauf wollte sich Stadtsprecher Tim Terhorst nicht festlegen: „In der jetzigen Situation können wir das nicht sagen. Wenn hier eine Abteilung wegen Corona ausfallen sollte, dann wäre das so. Wir tun alles dafür, dass die Kuh so schnell wie möglich vom Eis kommt.“

Wilfried Suerick, zuständiger Organisator in der Kreisverwaltung und langjähriger stellvertretender Landrat, berichtet der NRZ, dass sich die Vorbereitungen für die Rettungswache zäh gestalten. In der vergangenen Wochen wurden die Bäume auf dem Grundstück entfernt und auch die Bodenarchivalien wurden untersucht, nachdem man 1953 auf dem Grundstück einige Scherben gefunden hatte.

Abwasserrohrleitung bereitete Planungsprobleme

Schwierigkeiten bereitete auch eine große Abwasserrohrleitung, deren Durchmesser 1,80 Meter beträgt und die in fünf Metern Tiefe liegt. Die Planung der Rettungswache musste so gestaltet werden, dass das wichtige Rohr nicht überbaut wird, um später daran noch arbeiten zu können.

Eine größeres Problem stellt die Verkehrsregelung für die Rettungswache dar. Bislang könnten die Fahrzeuge zwar mit Blaulicht, aber nicht mit Tonsignal den Platz verlassen. Dies soll aber auf jeden Fall noch geändert werden. Da sich die Ausfahrt in unmittelbarer Nähe des Kurvenbereichs Steintor befindet, müsste hier eine Ampelanlage erstellt werden. Die entsprechenden Anfragen liegen derzeit bei Straßen.NRW. „Ohne eine Signalanlage wird es nicht gehen“, sagt Wilfried Suerick. Problem dabei ist auch das Emissionsschutzrecht, welches im Sinne der umliegenden Nachbarn der künftigen Rettungswache berücksichtigt werden muss.

Erste Ausschreibungen wurden getätigt

Die ersten Ausschreibungen für das vier Millionen Euro teure Objekt wurden bereits getätigt. Suerick erklärt, dass ein großes Hauptgebäude und auf Dauer sieben Garagen erstellt werden. Die jetzige Situation am Pesthof müsse dringend abgestellt werden. Die dortige Rettungswache ist für 20 Personen ausgelegt. In Emmerich sind aber mittlerweile 40 Personen im Rettungsdienst tätig.

Suerick hofft darauf, dass die Dringlichkeit erkannt wird und man noch in diesem Frühjahr mit den Arbeiten beginnen könne. Er geht von einer anderthalbjährigen Bauzeit aus. Bislang gebe es am Bau keine Probleme, nahezu alle Baustellen des Kreises können fortgeführt werden. Auch die Einhaltung des Baubudgets erscheint noch möglich. Nach den ersten Ausschreibungen gebe es noch keine negativen Überraschungen. „Aber es ist nicht ausgeschlossen, dass sich dies noch ändern wird.“

>>1000 Mundschutzkappen geordert

Die Mitarbeiter des Rettungsdienstes seien zurzeit so ausgestattet, dass sie arbeiten könnten. Die Kreisverwaltung hat jüngst 1000 Mundschutzkappen bei Medline in Kleve ordern können.

„Zurzeit gibt es für viele Produkte Lieferengpässe. Aber wir müssen gerade in den Krankenhäusern und für den Rettungdienst die Sicherheit gewährleisten“, so Suerick.

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