Gericht

Beil-Attacken in Rees - Prozess gegen Marokkaner beginnt

Archivbild: Mit einem Beil hat ein Räuber am 2. Januar einen Reeser am Bahnhof Haldern überfallen.

Archivbild: Mit einem Beil hat ein Räuber am 2. Januar einen Reeser am Bahnhof Haldern überfallen.

Foto: Thorsten Lindekamp

Rees.   Ein 30-jähriger Marokkaner aus Rees muss sich jetzt vor dem Landgericht Kleve nach zwei Beil-Attacken vom Januar verantworten.

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"Sollten Sie ihn antreffen, sprechen Sie ihn nicht an und wählen Sie den Notruf 110!" Mit dieser Warnung hat die Polizei im Januar diesen Jahres vor einem Mann gewarnt, der nach zwei Beil-Attacken in Rees-Haldern gesucht wurde. Er wurde vier Wochen später in Belgien gefasst. An diesem Montag beginnt am Landgericht Kleve der Prozess gegen ihn.

Die beiden Überfall haben im Januar enormen Wirbel ausgelöst, Berichte sprachen sich rasch herum. Dem heute 30-jährigen Marokkaner aus Rees wird unter anderem schwere räuberische Erpressung vorgeworfen und ein räuberische Angriff auf einen Autofahrer.

Täter legte Fahrrad als Hindernis auf B67

Am Abend des 2. Januar 2018 soll er am Bahnhof Haldern einen 50-jährigen Reeser mit einem Beil bedroht und von ihm Geld gefordert haben. Der habe ihm Geld entgegen geschleudert und sei dann davongerannt. Wenige Minute später soll der Räuber dann an einem nahen Waldstück ein Fahrrad als Hindernis auf die Fahrbahn der B67 gelegt haben. Die ist dort unbeleuchtet. Ein nahender Opel Corsa aus Wesel mit zwei Insassen konnten nur mit Vollbremsung rechtzeitig stoppen. Dann habe der Räuber plötzlich mit dem Beil eine Seitenscheibe eingeschlagen und versucht, das Auto zu erbeuten. Doch der 25-Jährige am Steuer sei ausgestiegen und habe den Räuber dermaßen angebrüllt, dass der schließlich das Weite gesucht habe.

"Der Angeklagte hat im Ermittlungsverfahren im Wesentlichen von seinem Schweigerecht Gebrauch gemacht", schreibt das Landgericht am Dienstag in seiner Prozessankündigung. Für den Prozess vor der 1. großen Strafkammer sind zwei Verhandlungstage angesetzt. Der Prozess beginnt am Montag, 16. Juli, 10 Uhr, in Saal 105. Es sind mehrere Zeugen und ein Sachverständiger geladen. (dae)

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