Mühlendrehen

Beim Neujahrsdrehen an der Mühle Elten waren Könige zugegen

Beim traditionellen Neujahrsdrehen am Möllenbölt in Elten konnte man viel über das Mühlenwesen lernen.

Foto: Thorsten Lindekamp

Beim traditionellen Neujahrsdrehen am Möllenbölt in Elten konnte man viel über das Mühlenwesen lernen. Foto: Thorsten Lindekamp

Elten.   Es gab Spaß, Informationen und Köstlichkeiten beim Neujahrsdrehen an der Eltener Mühle. Die Veranstaltung war gut besucht.

„Wie sich Mühlen drehn im Wind“ heißt es in einem Chanson von Katja Ebstein und das konnte man am Neujahrstag beim Neujahrsdrehen mehr als gut bewundern. Frank Heeren ist nicht nur der Müller-Ausbilder in Elten an der Mühle, sondern auch das Orakel vor Ort. Er orakelt wie das Wetter wird und überträgt dies auf die weltpolitische, unruhige Zeit in der wir momentan leben. „Das Jahr 2018 wird leider nicht besser als das vorherige“, prophezeit er. Denn seine Mühlenflügel drehen sich momentan ohne Segel, was starken Wind voraussetzt.

Frank Heerens Geschichten erinnern an Käpt’n Blaubär

Man kann ihm stundenlang zuhören und er erinnert ein bisschen an Käpt’n Blaubär, wenn er mit dem niederländischen Akzent seine Prophezeiungen in Worte fasst. Das dachte sich auch eine Gruppe aus Hamburg, die den Mühlengang mit dem Müller in spé Jürgen Jellonek, der seine Prüfung als staatlich geprüfter Müller im Frühjahr ablegt.

Es gibt den Workshop „Von Korn bis Brot“ an Emmericher Schulen

Stolz berichtet Frank Heeren, dass die Emmericher Schulen seinen Workshop „Von Korn bis Brot“ in den Lehrplan aufgenommen haben. Wenn die Kinder dann zu ihm in die Mühle kommen, hat es auch ein bisschen was von Harry Potter, wenn man in die Mühle steigt. Wenn das alte Gemäuer sich in seiner ganzen Schönheit entfaltet haben, so manche Kinder richtig Respekt – auch vor der großen Stoffspinne, die dort hängt. Bei dem Workshop dürfen die Kinder auch selbst die Mühlensegel anlegen und merken sehr schnell, dass es ohne die Naturgewalt Wind nicht funktioniert.

Schüler bekommen die Mühlensprache beigebracht

„Wie mache ich Mehl“?, wird den Kindern bis ins kleinste Detail vermittelt. Das Korn mit dem Mörser oder mit Steinen zerkleinern, wird dabei ausprobiert. Auch bekommen die Schüler die Mühlensprache beigebracht. Wann hat der Müller Pause oder wann ist ein Trauerfall zu beklagen? Alles können die Mühlenflügel ausdrücken.

Natürlich ließ sich auch die hiesige Politprominenz sehen. Bürgermeister Peter Hinze und Ortsvorsteher Albert „Batje“ Jansen gaben sich die „Mühlen-Ehre“. Der Zug 10 ließ es sich nicht nehmen,seinen ganz persönlichen Neujahrsempfang dort zu gestalten. Die Mitglieder waren schon seit 10 Uhr anwesend und tranken nach dem herrlichen Frühstück nicht nur Kaffee. Es ging lustig und lautstark zu. Auch sie hatten sichtlich Spaß daran, dass die neue Pächterin Sandy Jansen, das Mühlen-Cafè mit Atmosphäre und Persönlichkeit füllt und natürlich auch Getränke aller Art ausschenkt.

Die Trau-Termine für April bis Oktober sind festgezurrt

Tourismus-Chefin Dr. Manon Loock-Braun war auch anwesend und ließ die NRZ wissen, dass die Trau-Termine für April bis Oktober feststehen. Letztes Jahr hatten sich immerhin 17 Paare dort „getraut“. Liebevoll wird Sandy Jansen dann den Trauraum herrichten und dekorieren. Anschließend kann es sofort rübergehen zum Sektempfang mit Schnittchen und allem was das Schlemmerherz begehrt.

Es herrschte ein reges Treiben am Möllenbölt

Es herrschte ein reges Treiben am Möllenbölt. Ex Prinzen- und Königspaare waren zugegen. Der Neujahrsspaziergang ist unweigerlich verbunden mit dem „Neujahrsdrehen“. So ist es eben in Elten. Wenn was los ist – dann geht man dort auch hin.

DIE PÄCHTERIN TISCHTE KÖSTLICHKEITEN AUF

Sandy Jansen , frischgebackene Pächterin des Mühlen Cafés, stand mit ihren Köstlichkeiten für die Gäste parat: frische Waffeln, selbst gebackener Kuchen, hausgemachte Erbsensuppe.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik