Stadttheater

Bernhard Hoëcker sorgte in Emmerich für Lacher und Wissen

Viel zu lachen und eine Extraportion Wissen gab es für die Besucher des ausverkauften Stadttheaters Emmerich am Donnerstagabend

Viel zu lachen und eine Extraportion Wissen gab es für die Besucher des ausverkauften Stadttheaters Emmerich am Donnerstagabend

Foto: Veranstalter

Emmerich.   Bernhard Hoëcker war mit seinem neuen Solo-Programm im Stadttheater Emmerich zu Gast. Hier hatte er eine besondere Abschiedsfloskel parat.

Viel zu lachen und eine Extraportion Wissen gab es für die Besucher des ausverkauften Stadttheaters am Donnerstagabend. Bernhard Hoëcker war mit seinem neuen Solo-Programm „So liegen sie richtig falsch“ an den Niederrhein gekommen und sorgte mit seinem Auftritt für einen kurzweiligen Abend.

Vielen Zuschauern ist der Bonner aus Funk und Fernsehen bekannt

Vielen Zuschauern ist der 48-jährige Bonner inzwischen aus Funk und Fernsehen bekannt. Seinen Durchbruch im deutschen TV hatte Hoëcker als Mitglied der Kult-Comedy-Sendung „Switch“ und sorgt nun als Ratefuchs bei „Wer weiß denn sowas?“ für beste Unterhaltung im Vorabendprogramm.

„Guten Abend Emmerich“, begrüßte der Comedian die Zuschauer und ließ schon zu Beginn schnell erahnen, wo seine großen Stärken liegen. Die Improvisation und den Kontakt mit dem Publikum beherrscht er aus dem Effeff. Daher zog sich der Dialog zwischen Protagonist und Publikum wie ein roter Faden durch den Abend und sorgte auf beiden Seiten für einige Lacher.

Der Bonner staunte über die Infrastruktur

So machte Hoëcker auch gleich Bekanntschaft mit dem etwas speziellen Verhältnis der Emmericher zu ihrer Heimatstadt. „Was sollte man sich angucken wenn man nach Emmerich kommt“, fragte er ins Stadttheater hinein. „Kleve“, so die wenig patriotische Antwort. Weiter staunte der Bonner über die Infrastruktur: „Ihr habt zwei Brücken und drei Autobahnauffahrten? Warum? Für jedes Haus eine?“

Von Selfies und Fremdies

Aber auch viel Wissenswertes wurde auf lustige Art näher gebracht. Der Komiker erklärte, warum es bei der Kommunikation mittels Gesten zu Missverständnissen kommen kann, insbesondere auf einer Autofahrt durch die Türkei. Gefolgt von einem kleinen Exkurs in die Fotografie, wo er feststellte: „Selfies konnte man früher nur machen, wenn man jemanden dabei hatte, sozusagen ein Fremdie!“ Heutzutage könne es für Nutzer einer Daten-Cloud problematisch werden. Ein Foto des nackten Hinterteils kann jetzt, dank permanenter Synchronisation und „Familienfreigabe“, auch mal bei der Mutter landen.

Kirche hat mit Reliquien „das Merchandise erfunden“

Der Philanthrop tauchte auch in die Welt der katholischen Kirche ein und fand, „gerade für junge Leute ist katholisch sein voll super!“ Weiter referierte er über den heiligen Borromäus, der mit den Reliquien „das Merchandise erfand.“

Zum Schluss gab der Comedian fleißig Autogramme

Im Laufe des Abends lernten die Zuschauer einiges über die Schöpfung, Evolution, Zukunftsforschung oder Wahrnehmungspsychologie. Natürlich mit einer gehörigen Portion Humor, aber oft auch tiefgründig und spitzfindig, stets mit einer guten Pointe. Toll war auch das selbst gesungene Lied zum Abschied. Dabei improvisierte Hoëcker und brachte die größten Lacher des Abends noch einmal auf den Punkt. „Ihr seid ein geiler Haufen“, verabschiedete sich der sympathische Entertainer und zeigte sich nach seinem Auftritt von seiner nahbaren Seite. Im Foyer des Stadttheaters gab er noch fleißig Autogramme und posierte mit dem Besuchern für ein „Fremdie.“

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