Frauenkarneval

Beste Stimmung beim Frauenkarneval in Millingen

Das Publikum hatte viel Spaß an den Sketchen, die die kfd-Frauen in Millingen auf die Bühne brachten.

Foto: Gerd Hermann

Das Publikum hatte viel Spaß an den Sketchen, die die kfd-Frauen in Millingen auf die Bühne brachten. Foto: Gerd Hermann

Millingen.   Millinger Frauen demonstrieren bei ihrer närrischen Sitzung, dass sie gerne „echte Dorfkinder“ sind. Eine Prise Erotik gab es natürlich auch.

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Was tun, wenn der Enkel einfach nicht aus der Disco heimkommt? Einfach Ohren und Augen verschließen? Nicht mit Rosita Diebels und Gudrun Wiethoff! Die beiden „Ommas“ des Duos No Mercy tauchen gut gestylt auf dem Tanzboden der Jugend auf, zeigen einen atemberaubenden Hip Hop und schwingen dazu das Schnuffeltuch des Enkels. So peinlich wie wirksam! „Datt nächste Mal kommt der pünktlich heim“, ist Gudrun Wiethoff sich gewiss. Vor gut 170 kfd-Frauen brilliert No Mercy im Saal Jonkhans mit seiner neuen Nummer. Natürlich haben sie auch wieder „ihre Buxe dabei“: Ihr ganz persönlicher Hit, auf den das Publikum schon gewartet hat, um endlich in den Refrain einstimmen zu können, „Die Buxe ist der Hammer! Sieht nicht nur sexy aus...“

Spontan eine Rakete gezündet

Klar, dass das Publikum an die Gewehre geht und spontan eine Rakete zündet. Die zweite des Nachmittags übrigens. Die erste haben sich kurz zuvor sechs Damen verdient, die eine gesanglich-akrobatische Darbietung vom Allerfeinsten gezeigt haben. Bei dem Sketch „Was wäre, wenn...“ heulen die Damen im Publikum regelmäßig auf, wenn Jutta Jansen als Polizistin immer wieder mit zackigen Armbewegungen nur um Haaresbreite „Sportlerin“ Rosita Diebels verfehlt und sie damit fast von der Bühne fegt.

Eine Hommage an das Landleben ist der Auftritt der Tanzgruppe mit Christel Verweyen, Monika Schwinning, Annette Hesseling, Inge van Acken und den drei Martinas, Martina Ewen, Martina Lamers und Martina Beekmann. In Dirndl und Lederhosen drehen und schuhplatternteln sie über die Bühne zum Song „Ich bin ein Dorfkind und darauf bin ich stolz, denn wir Dorfkinder sind aus gutem Holz“. Ein donnernder Applaus ist den acht Damen sicher und eine Wiederholung des Gezeigten wird lautstark eingefordert.

Fehlt keineswegs: die Prise Erotik

Die Prise Erotik fehlt auch bei der aktuellen Sitzung nicht. „Da timmt doch wat nicht, da timmt doch wat nich“, ist sich der Ehemann (Jutta Jansen) sicher, und zählt immer wieder sechs Füße, die aus dem Ehebett herauslugen. Klar, der Liebhaber seiner Frau liegt auch unter Decke. Dennoch kann der Ehemann getäuscht werden. Wie? Das kann man auch am Sonntag erfahren. Denn dann geht die Show noch einmal ab 15 Uhr über die Bühne. Dann werden noch einmal 170 Frauen beim Millinger kfd-Karneval dabei sein.

Noch ein Sketch des gut dreistündigen Programms sei erwähnt, der ebenfalls mit einer Rakete gewürdigt wird. Eheleute Paula und Heinrich, alias Christel Grönke und Margot Essink, wohnen einem Stierkampf bei. Die Ehefrau, etwas einfach „gestrickt“ und wunderbar auf die Bühne von Christel Grönke gebracht, sorgt für viele Lacher. Umwerfend auch die Verkleidung von Margot Essink mit der von älteren Herren oft bevorzugten „wohnlichen“, also weiten Hose und Schlägermütze. Olé!

Zum Ballermann fürs Finale

Beim Finale steht der Ballermann im musikalischen Mittelpunkt mit „Liedern wie „Geh’ mal Bier holen“ und„Zieh’ dich aus, kleine Maus“. Und Monika Hesseling taucht mit Krone und wehendem roten Mantel mit Hermelinbesatz-Imitat als „König von Mallorca“ auf. Alles Playback, natürlich. Bis auf Rosita Diebels und Gudrun Wiethoff. Sie singen live! Und fragen sich stirnrunzelnd: „Wat willste denn am Ballermann? In Millingen biste besser dran...“ Ein Lied, das den Hit des Duos von der Buxe den Rang ablaufen könnte ...

Bei der Hutsammlung kamen 433 Euro zusammen. Diese gehen an Pastor Christu Raju Mandagiri für sein Projekt Waisenkinder in seiner Heimat Südindien.

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