Kunst

Bild konnte dem Emmericher Hein Driessen zugeordnet werden

Günter Kropp aus Essen fand vor 40 Jahren ein Gemälde

Foto: Natascha Kropp

Günter Kropp aus Essen fand vor 40 Jahren ein Gemälde Foto: Natascha Kropp

Emmerich.   Vor 40 Jahren fand Günter Kropp ein Gemälde auf seinem Speicher. Erst jetzt konnte er klären, dass es von Hein Driessen gemalt worden ist.

Günter Kropp hat ein Rätsel gelöst. Ein Rätsel, dass ihn 40 Jahre lang beschäftigt hat. Wer nur, hat er sich all die Zeit gefragt, hat dieses Bild gemalt? Ein Bild, das Kropp auf seinem Dachboden gefunden hat. Mit Hilfe der NRZ hat er die Frage nun endlich beantworten können. Das Gemälde, das in Kropps Arbeitszimmer einen dauerhaften Platz gefunden hat, stammt vom Emmericher Maler Hein Driessen.

Sein beruflicher Werdegang hat Günter Kropp in zahlreiche NRW-Städte geführt. Der Sozialarbeiter und Sportlehrer hat mal in Neukichen-Vluyn, mal in Moers, mal in den Essener Stadtteilen Frohnhausen und Kray gewohnt. Vor 40 Jahren endlich fanden er und seine Frau ein Haus, das ihren Vorstellungen entsprach: in Essen-Frintrop.

Auf dem Dachboden fiel ihm das Gemälde in die Hände

„Die Räume waren zwar klein, aber die haben wir modernen Bedürfnissen angepasst“, sagt der heute 79-Jährige. Nach den Umbauarbeiten fand der im Lemgo im Lipperland gebürtige Kropp endlich auch die Zeit, den Dachboden aufzuräumen. Dabei fiel ihm das Gemälde von Hein Driessen in die Hände. „Ich kenne mich mit Kunst zwar nicht so gut aus, aber das Bild sagte mir gleich zu“, erinnert er sich.

Das Gemälde war völlig in Ordnung, nur beim Gipsrahmen blätterte die braune Farbe schon etwas ab. „Aber den habe ich nicht ersetzt, lieber war mir, das Bild im Originalrahmen zu lassen“, sagt der Essener.

Seither blickt er regelmäßig in die niederrheinische Landschaft mit Feldern und einem dunklen Wald, vor dem sich ein kleines Dorf duckt. Seine Recherche nach dem Urheber des Bildes blieb ohne Erfolg.

Demnächst mal Besuch in Emmerich

Bis, ja bis er zum 85. Geburtstag von Hein Driessen einen Artikel über den Emmericher Maler las, wobei auch einige Bilder abgebildet waren. „Das könnte der Maler meines Bildes sein“, durchfuhr es den Rentner. Seine Tochter Natascha fahndete im Internet weiter. Auch nach der Telefonnummer Driessens. Das Gespräch der beiden räumte letzte Zweifel aus dem Weg.

Es könnte eine Fortsetzung der Geschichte geben. „Ich halte mich gern am Rhein auf“, sagt Kropp. Somit könnte auch eine der nächsten Fahrten des Esseners, der u.a. als Sozialarbeiter im Jugendzentrum Essen und als Geschäftsführer des Essener Sportbundes tätig war, nach Emmerich am Rhein führen – in das Atelier von Hein Driessen.

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