Rees.

Bischof überwacht Projekte aus Rees

Foto: WAZ FotoPool

Rees.  Die Kindersterblichkeit im westafrikanischen Niger ist zurückgegangen. Zumindest in dem Bereich, in dem ein neu gebohrter Brunnen – Kosten 15 000 Euro – für sauberes Wasser sorgt. Diese gute Nachricht überbrachte jetzt Elke Kleuren-Schryvers von der „Aktion Pro Humanität“ den Realschülern in Rees. „Dass das so ist, das verdanken diese Menschen Euch“, sagte die Ärztin in der Aula der Schule. Bei der Realschule Rees hat der Einsatz für Hilfsprojekte in Afrika eine lange Tradition. „Es gibt viele Spender, aber niemand hat uns bislang so nachhaltig unterstützt“, sagte Kleuren-Schryvers und danke den Schülern ganz ausdrücklich dafür.

Nun wurde erneut ein Scheck in Höhe von 5000 Euro übergeben. Die Sechstklässler der Realschule hatten durch Eis-, Waffel-, Kuchen- und Ostereierverkauf Geld eingenommen. Der größte Batzen kam aber durch ein Sponsorenschwimmen zusammen. 13 Vertreter des Benin-Dienstes der Schule präsentierten stolz ihre „erschwommenen“ Summen. Die 6a kam auf 1232,52 Euro, die 6b steuerte 740,40 Euro hinzu. Von der 6c landeten 799,01 Euro auf dem Spendenkonto und von der 6d 1373,10 Euro. Genannt wurden auch die Namen derjenigen Schüler, die die meisten Bahnen geschwommen hatten. Das waren: Anna-Maria Kleen (90 Bahnen, 6d), Jan Kreulich (98 Bahnen, 6b), Joel Dibowski (99 Bahnen, 6a) und Sven Ziegler (122 Bahnen, 6c). „Ich habt Euch kolossal eingesetzt“, lobte Elke Kleuren-Schryvers. Erwähnt wurden auch die Schüler, die die „eifrigsten“ Sponsoren hatten und zwar Torben Ressing, Joel Joosten, Lukas Strube und Florian Klatt.

Im Anschluss daran zeigte Elke Kleuren-Schryvers anhand von Bildern, welche Bedeutung der neue Brunnen für die Bevölkerung hat und ging zudem auf weitere Projekte ein, die die Aktion Pro Humanität, die mit der Action Medeor kooperiert, noch vorantreiben will. So sollen 2014 ein weiterer Brunnen wie eine Apotheke folgen, um die Gesundheitsvorsorge zu verbessern. Die Schüler erfuhren in diesem Zusammenhang auch, dass ein Bischof, nämlich Bischof Laurent, die Projekte überwacht und dafür mit seinem Motorrad unterwegs ist. „Dass ein Bischof so etwas tut, mag für uns ungewohnt klingen, ist aber immens wichtig“, so Kleuren-Schryvers.

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