Bücherei Bienen

Bücherei in Bienen versucht auf Kundenwünsche einzugehen

Klara Doppstadt liest hier den Kindern in der Bienener Bücherei vor.

Klara Doppstadt liest hier den Kindern in der Bienener Bücherei vor.

Foto: Erwin Pottgiesser

Bienen.   Die Gemeindebücherei in Bienen hat nur einen kleinen Medienbestand. Und bescheidene Mittel. Welche Personengruppe dort häufig zu Gast ist.

Bienener Bürger müssen keine weiten Wege auf sich nehmen, um Neuerscheinungen von Elena Ferrante wie die „Die Geschichte des verlorenen Kindes“ oder „Das Paket“ von Sebastian Fitzek lesen zu können. Sie liegen auf dem Tisch der Neuerscheinungen im Eingang der kleinen Gemeindebücherei.

Natürlich hat die Bücherei nicht jede Neuerscheinung. „Unser Etat ist bescheiden und umfasst 700 Euro im Jahr“, sagt Büchereileiter Jürgen Lohmann. Dennoch versucht er, mit seinen Bestellungen auf die Bedürfnisse des Ortsteils einzugehen.

Bilderbücher und erste Lesebücher liegen in Box

„Beispielsweise ist der Kindergarten häufiger bei uns zu Gast“, sagt er. Damit die kleinen Gäste selbst ihre Wahl treffen können, finden sie „ihre“ Literatur „auf Augenhöhe“: Bilderbücher und erste Lesebücher sind in Boxen untergebracht, die auf dem Boden des gut 45 Quadratmeter messenden Büchereiraums stehen.

„In diesem Raum war Bienens letzte Volksschulklasse untergebracht“, weiß Jürgen Lohmann. Als diese aufgegeben wurde, funktionierte der damalige Schulleiter Peter Heckens den Raum in eine Bücherei um. Die erste Ausleihe tätigte er selbst und hat es in einer Kladde vermerkt. Das war am 24. 11. 1968.

Die zweite Ausleihe tätigte am gleichen Tage eine Schülerin. Die alte Kladde nutzt Jürgen Lohmann noch heute. „Es kommen halt nicht so viele Interessenten“, bedauert der 76-Jährige – obwohl er versucht, zweimal im Jahr seine Neuanschaffungen werbewirksam ins Fenster des Hauses, An der Kirche 10, zu präsentieren.

Für jede Neuanschaffung weicht ein Buch

Im Jahr 2001 übernahm Jürgen Lohmann die nebenamtliche Leitung der Bücherei, die etwa 2500 Kinder- und Jugendbücher, Romane und Sachbücher bereit hält. Für jede Neuanschaffung weicht auch ein Buch. „Die ausgemusterten darf der letzte Interessent in aller Regel behalten“, so Lohmann.

Lohmann, früher kaufmännischer Angestellter, ist eher zufällig zu einem Amt gekommen. Aber die Liebe zum Buch hat er schon. Sein Interessensgebiet sind ferne Länder, fremde Kulturen. Auch aus diesem Bereich finden sich einige Bücher im Bestand. Und natürlich auch die Bienen-Literatur. Diese ist hier auch, sofern noch vorhanden, käuflich zu erwerben.

Ein besonderer Höhepunkt ist das jährlich Adventsfenster der Bücherei. Dann wird nicht nur das Fenster geschmückt, es werden auch heißer Kakao, Glühwein und Plätzchen serviert. Dazu spielt eine Abordnung der örtlichen Flötengruppe.

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