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Camping in Rees: Neuer Wohnmobilstellplatz ist geplant

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Ein Blick über den Campingplatz Schulte-Hagenhof in Haldern. Hier sollen nach Planung des Betreibers bald neue Wohnmobilstellplätze entstehen.

Ein Blick über den Campingplatz Schulte-Hagenhof in Haldern. Hier sollen nach Planung des Betreibers bald neue Wohnmobilstellplätze entstehen.

Foto: DIANA ROOS / FUNKE Foto Services

Rees-Haldern.  Auf dem Campingplatz Schulte-Hagenhof am Hagener Meer sollen Plätze für Wohnmobile entstehen. Weitere städtische Stellplätze soll es nicht geben.

Wenn der Ausschuss für Umwelt, Planung, Bau und Vergabe der Stadt Rees am Donnerstag zusammenkommt, dann wird auch ein touristisches Anliegen auf der Tagesordnung stehen. Denn es ist ein Antrag gestellt worden, den Campingplatz Schulte-Hagenhof am Hagener Meer zu erweitern, um weitere Wohnmobilstellplätze zu errichten.

Rund ein Drittel der neben dem Gelände des Campingplatzes liegenden Wiese direkt an der Weseler Landstraße sollen für das Projekt genutzt werden. Hier soll der Wohnmobilstellplatz entstehen, der parallel zur Straße liegen soll. „Wir planen dort etwa 20 Wohnmobilstellplätze“, erklärt Campingplatz-Betreiber Jan Wellem Neuhaus. Der Grund dafür ist recht einfach. Auf dem bestehenden Campingplatz können nur sehr beschränkt Wohnmobile abgestellt werden und die Anfragen haben sich in den vergangenen Jahren deutlich erhöht. Dabei geht es nicht um Langzeit-Stellplätze, sondern um ein touristisches Tagesgeschäft.

Kein Camping bis ans Ufer des Hagener Meers geplant

In Richtung des Uferbereichs des Gewässers soll ein Biodiversitätspark entstehen, wie Jan Wellem Neuhaus die Idee bezeichnet. „Da wollen wir etwas für die Natur machen – quasi Tourismus und Umweltschutz verbinden“, erklärt er. Vor Ort gibt es bereits drei Bienenvölker. Es soll eine Streuobstwiese als Naschgarten entstehen und auch eine Art Minizoo mit Ziegen kann er sich dort vorstellen. Während Wohnmobilisten, die Stadt und Rheinpromenade genießen wollen eher den städtischen Stellplatz an der Ebentalstraße ansteuern, möchte er seinen Gästen ein Naturerlebnis mit Blick auf die Haffschen Weiden bieten.

„Wir sehen für das Vorhaben keine großartigen Bedenken“, erklärt Jörn Franken, Stadtsprecher von Rees, für die Stadtverwaltung. Ob es diese von Seiten der Politik gibt, wird sich dann im Ausschuss zeigen, der die Vorlage und den Antrag am Donnerstag beraten soll und am Ende auch über das Projekt abstimmen wird.

Das könnte zum Problem bei der Planung werden

Allerdings könnte es, selbst wenn die Politik dem geplanten Vorhaben zustimmt, ein ganz anderes Problem geben. „Der bereits vorhandene Campingplatz konnte früher ohne Planungsrecht eingerichtet werden“, erklärt Jörn Franken die Problematik. Schließlich existiert der Campingplatz, der eingerichtet wurde, als auf dem Campingplatz beim Strandhaus Sonsfeld kein Platz mehr war, schon seit über 60 Jahren. Wird nun das danebenliegende Gelände planungsrechtlich abgesichert, könnte das dazu führen, dass auch schon die jetzt als Campingplatz genutzte Fläche entsprechendes Planungsrecht braucht.

„Das könnte dann relativ aufwendig werden, weil dann eventuell entsprechende Gutachten nötig sind“, erklärt Jörn Franken. Gerade mit Blick auf den Lärmschutz mit Bezug auf die Bahnstrecke Emmerich-Oberhausen, deren dreigleisiger Ausbau gerade quasi auf der anderen Seite der Weseler Landstraße gegenüber dem Campingplatz und dem geplanten Wohnmobilstellplatz stattfindet. „Wir sind in einer sehr frühen Phase des Projektes und es könnte sein, dass wir das dann noch mal zurückstellen müssen“, erklärt Jan Wellem Neuhaus dazu. Generell möchte er das Projekt aber gerne umsetzen.

>> Keine weiteren städtischen Stellplätze

Negativ reagierte die Verwaltung auf einen SPD Antrag, im Stadtbereich weitere städtische Wohnmobilstellplätze zu schaffen. Zum einen sei ein solches Vorhaben mit erheblichen Kosten verbunden und bräuchte ein städtisches Grundstück. Zum anderen wolle man keine zusätzliche Konkurrenz zu bestehenden oder noch in Planung befindlichen Stellplätzen schaffen, heißt es in einer Vorlage, die ebenfalls im Ausschuss diskutiert werden soll.

Mehr zum Campingplatz Schulte-Hagenhof am Hagener Meer gibt es unter www.schulte-hagenhof.com im Internet.

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