Ausstellung

Christoph Knapp stellt im Emmericher Haus im Park aus

Ellen Dörr und Werner Steineke bewundern Christoph Knapps Werke im Haus im Park in Emmerich.

Foto: Konrad Flintrop

Ellen Dörr und Werner Steineke bewundern Christoph Knapps Werke im Haus im Park in Emmerich. Foto: Konrad Flintrop

Emmerich.   Der Künstler Christoph Knapp bearbeitet Holz. Auch mit der Kettensäge. Wie das aussieht, ist ab Sonntag im Haus im Park in Emmerich zu sehen.

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„Abspielen“ lautet der Titel der neuen Ausstellung im Haus im Park, die am Sonntag, 11. März, um 12 Uhr eröffnet. Der in Gummersbach lebende Künstler Christoph Knapp wird auf Einladung des Emmericher Kunstvereins bis zum 15. April seine Holzarbeiten in der Galerie im Rheinpark zeigen.

Christof Knapp schneidet dreidimensionale Skulpturen aus massiven Holzblöcken und Holzwerkstoffen. Die kleineren Skulpturen bestehen weitgehend aus Harthölzern, wie Robinie oder Eiche, die größeren werden häufig aus Linden- oder Pappelholz, wie auch aus industriell vorgefertigten Multiplex- oder MDF-Platten gefertigt.

Autonome Bildsprache

Für die reliefartigen Wandskulpturen verwendet er eine große Bandbreite unterschiedlicher Holzbearbeitungsmaschinen, wie zum Beispiel eine Kreissäge, eine Fräse, eine Schleifmaschine oder eine Kettensäge. Der skulpturale Prozess des Sägens bildet bei Christof Knapp eine autonome Bildsprache. Die Schnittfolgen sind teils Ergebnis längerer zeichnerischer Auseinandersetzungen, teils unmittelbarer, intuitiver Akt.

Die Materialität wird durch die Einschnitte und Durchbrüche in ihren innersten Schichten freigelegt, anschließend mit transluziden Farbschichten überarbeitet, um gegebenenfalls danach abermals in langwierigen Prozessen immer wieder neu überarbeitet zu werden.

Ein unbekanntes Alphabet?

Das Werkmaterial kann dabei dünn und sehr fragil werden, wie eine brüchige, angegriffene Haut. Es entstehen unterschiedlichste plastisch-räumliche und sensible Farb- und Oberflächenstrukturen. Knapps Skulpturen und Reliefs strahlen dabei einerseits rationale Strenge, andererseits auch immer assoziative Kraft und atmende Leichtigkeit aus.

Kunsthistorikerin Sabine Elsa Müller spricht bei Knapps Werken von „Formen, die nichts direkt abbilden, aber fast immer an irgendetwas erinnern.“ Manche erinnerten an Werkzeuge oder Maschinenteile, andere an Buchstaben: „Man könnte auch an ein unbekanntes Alphabet denken, in der Art der Hieroglyphen, die sich ja auch von realen Gegenständen oder Dingen ableiten lassen.“

Die Ausstellung ist samstags von 13 bis 17 Uhr zu sehen, sonn- und feiertags von 11 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei. Weitere Infos: www.kunstverein-emmerich.de, www.knapp-kunst.de.

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