Coronavirus

Corona: Lebenshilfe Werkstätten wurden geschlossen

Die Werkstätten der Lebenshilfe Unterer Niederrhein, wie diese hier in Rees-Groin, schließen vorerst bis zum 19. April.

Die Werkstätten der Lebenshilfe Unterer Niederrhein, wie diese hier in Rees-Groin, schließen vorerst bis zum 19. April.

Foto: Lebenshilfe

Rees/Kreis Wesel.  Vorerst bis zum 19. April werden die Werkstätten der Lebenshilfe Unterer Niederrhein schließen. Geschäftsführer Mike Stefan Töller nimmt Stellung.

Nach Tagen der Ungewissheit schließen nun nach einem Beschluss der Landesregierung auch die Werkstätten der Lebenshilfe Unterer Niederrhein vorerst bis zum 19. April. „Wir sind sehr froh, um diese Entscheidung“, sagt Geschäftsführer Mike Stefan Töller. „Die Gesundheit unserer Mitarbeiter hat oberste Priorität.“

Nicht wenige gehören aufgrund von Vorerkrankungen zur Risikogruppe beim Corona-Virus. Im Zuge der ganzen dynamischen Entwicklungen hatte die Lebenshilfe vergangene Woche schon einen Krisenstab einberufen. „Wir haben bereits frühzeitig mit Verantwortlichen aus allen Bereichen Vorschläge gesammelt und Maßnahmen entwickelt, um uns auf die Situationen einzustellen“, erklärt Töller.

800 Menschen mit Handicap arbeiten in den drei Werkstätten

Hier gab es auch Kritik, warum die Werkstätten nicht schon früher geschlossen hätten. „Wir haben eine Gesamtverantwortung für alle Mitarbeiter auch über den Werkstattbereich hinaus“, ergänzt Töller. 800 Menschen mit Handicap arbeiten in den drei Werkstätten in Alpen-Veen, Rees und Wesel. „Für alle müssen wir eine ausreichende Betreuung und Versorgung auch langfristig sicherstellen“, sagt der Geschäftsführer. Darüber hinaus müssen diese Entscheidung wie bei Kitas und Schulen die Behörden treffen.

Seit dem Wochenende ermittelt der Krisenstab die notwendigen Bedarfe in den verschiedenen Wohnformen und versucht die mit den Ressourcen aus den anderen Organisationsbereichen wie Kindertagesstätten, Freizeittreffs, Familienunterstützenden Dienst sowie Werkstätten zu besetzen.

Stolz auf die Solidarität

„Wir sind unglaublich stolz, dass innerhalb unserer Organisation eine so große Solidarität da ist“, so Töller.

Das gilt auch für externe Wohneinrichtungen. „Wenn wir noch Kapazitäten übrig haben, stellen wir die anderen Trägern zur Verfügung“, erklärt der Geschäftsführer. Auch die Produktion sei gesichert: „Notfalls helfen wir aus der Verwaltung aus.“Der Krisenstab trifft sich täglich, um auf die Entwicklungen reagieren zu können. „Trotz der angespannten Lage ist es eine sehr gute und konstruktive Stimmung“, berichtet Töller.

Krisenstab berät über Pläne

Er hoffe jetzt, dass diese Krise möglichst bald ein Ende hat und alle unbeschadet wieder ihren regulären Alltag bestreiten können. Auch für die Rückkehr zur Normalität gebe es innerhalb des Krisenstabes schon Pläne.

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