Gemeinschaft

Das Ende der kfd Vrasselt ist nun besiegelt

Der Vorstand und die vielen Helferinnen der kfd Vrasselt. Noch bis Jahresende werden sie im Dorf aktiv bleiben.

Der Vorstand und die vielen Helferinnen der kfd Vrasselt. Noch bis Jahresende werden sie im Dorf aktiv bleiben.

Foto: Erwin Pottgiesser

Vrasselt.   Zum 31. Dezember 2018 wird die Gemeinschaft aufgelöst. Es fand sich kein neues Leitungsteam. In Emmerich gibt es ab 2018 noch vier kfd-Gruppen.

Angefangen hat es mit einem kleinen Frauenkreis. 1901 kam dieser erstmals in Vrasselt zusammen. Schnell formierte sich daraus die kfd Vrasselt. Binnen weniger Jahre waren 220 Frauen aus dem Dorf in dem Verein organisiert. Doch der ist nun Geschichte. Am Mittwochnachmittag besiegelten etwa 30 Damen das Aus. Auch nach einem knappen Jahr hatten sich keine Frauen gefunden, die nun die Geschicke der kfd Vrasselt übernehmen wollten. Das Leitungsteam hatte bereits signalisiert, dass es nicht mehr die Aufgaben übernehmen möchte.

Ein Vakanzjahr wurde abgelehnt

„Ich merke, sie sind müde“, erklärte dann auch Barbara Bruns, Bildungsreferentin des kfd-Diözesanverbandes Münster. Sie begleitete die letzte, außerordentliche Versammlung der kfd im Pfarrheim St. Antonius. Bereits in den vergangenen zwei Jahren hätte sich die Gruppe auf den Weg gemacht. „Sie haben geschaut, welche Lösung könnte es geben“, so Bruns. Gegen eine Fusion mit der kfd-Gruppe aus Praest hatten die Frauen aus Vrasselt bereits votiert. Und ein Vakanzjahr wollte man nun nicht auch einlegen. „Denn es gibt eigentlich kein Zeichen, dass Frauen aus diesem Kreise die kfd hier weiter leiten wollen“.

Pater Zakarias versuchte die Frauen zu motivieren

Ein Umstand, der vor allem Pater Zakarias Sago traurig stimmte, wie er sagte. Auch er hatte noch einmal versucht, auf dem Schützenfest im September einige Frauen zu motivieren. Ohne Erfolg. Im Pastoralteam habe man die Situation besprochen.

Pater kämpft um Fortbestand

„Der Wunsch des leitenden Pfarrers ist“, so Pater Zakarias Sago, „dass wenn sich keiner meldet, ich das Ganze zunächst leitend übernehme und schaue, dass ich ein neues Team auf die Beine gestellt bekomme“. So gut gemeint der Ansatz auch war: „Das ist heute aber leider nicht möglich“, musste Barbara Bruns an die kfd-Satzung verweisen. Es würden immer drei Frauen in der Leitung benötigt – auch übergangsweise. So blieb am Ende eigentlich nur eins. Über die Auflösung der kfd Vrasselt zu beschließen. Das taten die etwa 30 Damen dann auch. Mehrheitlich wurde für die Auflösung votiert – drei Damen enthielten sich.

Auch die kfd Praest hat Probleme

Somit gibt es ab 2019 wieder eine kfd-Gruppe weniger in der Rheinstadt. Bereits 2017 hat sich die kfd in Elten aufgelöst, die kfd Dornick gibt es auch nicht mehr. Um die kfd in Praest „hat auch Probleme“, so Bruns. Die kfd St. Christophorus setzt sich bereits seid 2015 aus der kfd Heilig Geist, der kfd Aldegundis und der kfd Liebfrauen zusammen. Ebenfalls aktiv sind noch die kfd Hüthum-Borghees und die kfd St. Martini.

<<<ZWEI FRAUEN FEIERN JUBILÄEN

Seit 60 Jahren in der kfd Vrasselt sind Gisela Reymer und Hanni Helmes. Sie erhalten in den nächsten Tagen eine kleine Aufmerksamkeit.

Wie gewohnt stattfinden wird natürlich 2018 noch einmal der „Bunte Nachmittag“. Zu diesem werden kfd-Mitglieder dieses Mal eingeladen. Die kfd Vrasselt will so möglichst wenig Einnahmen zurückbehalten. Das Rest-Vermögen soll gespendet werden.

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