Kultur

Das Haus im Park in Emmerich erstrahlt in neuem Licht

Ein neuer Anstrich? Nein! Dank des Stadtbild-Vereins und

Ein neuer Anstrich? Nein! Dank des Stadtbild-Vereins und

Foto: Konrad Flintrop

Emmerich.   Besondere Aktion des Stadtbild-Vereins: Bis Ende November zaubert Künstler Oliver Kretschmann Installationen an Wände des Haus im Park.

Die Krähen geben ein unüberhörbares Willkommenskonzert im Rheinpark. Auf dem nahegelegenen Soccerplatz herrscht trotz Dunkelheit reges Treiben. Unscheinbar kommt um kurz vor 18 Uhr am Mittwochabend das Haus im Park daher. „Ich hab’s vier vor sechs“, heißt es von Lichtkünstler Oliver Kretschmann. Er ist kein Unbekannter. Schließlich setzte er bereits besondere Akzente mit seinen Lichtpräsentationen in leerstehenden Geschäften, der „Wette Telder“ oder zuletzt beim Novemberleuchten an der Gerritzen Mühle in Elten. Alles immer nur Eintagesveranstaltungen.

Projektoren in Mülltonnen

Doch seit Mittwoch ist es eine längerfristige Sache über einen Zeitraum von mehr als drei Wochen, freut sich der Emmericher. Das ist zugleich der Auftakt für eine besondere Aktion des Stadtbild-Vereins mit Stadtmarketinggesellschaft und dem Kunstverein. Auffällig sind vier Mülltonnen, die sich an allen Seiten des Gebäudes nahe der Promenade befinden. „Mülltonnen sind wetterfeste Korpusse“, so Kretschmann, der Ludger Hövelmann vom Stadtbild-Verein lobend für die Idee erwähnt. Dicke Holzkästen seien damit überflüssig geworden. Im Inneren der Tonnen befinden sich Overhead (Tageslicht)-Projektoren, die die Gesamtschule zur Verfügung stellte. Vom Lichtkünstler heißt es „Ich stell’ nochmals scharf“.

Spinnennetz aus Mullbinde

Just in diesem Moment erstrahlen alle vier Häuserwände als Décollage. Verschiedene Formen in verschiedenen Farbtönen werden auf den Gebäudeseiten abgebildet. Netter Nebeneffekt: Luftbläschen der laminierten Folien wirken wie große Wassertropfen. Eigens für die Eröffnung dieser „LichtBlicke“ wechselt Oliver Kretschmann die Folien an den Projektoren an diesem Abend nochmals aus. Normalerweise steht ein Motivwechsel nach fünf Tagen an. Passend zu Halloween zaubert er ein großes Spinnennetz an die Wände. Und verrät zugleich: „Das ist eine laminierte Mullbinde.“ Immer mehr Besucher treffen im Rheinpark ein und sind begeistert von dieser Installation. „Es ist einfach nur schön“, hört man immer wieder. Frau und Mann kommen ins Gespräch.

Beeindruckend und interessant

„Für Spaziergänger an der Promenade oder in der Stadt lohnt es sich, immer mal wieder vorbeizukommen“, so Kretschmann. Beeindruckend und zugleich interessant, wenn man beim Rundgang ums Haus im Park durch den Strahlungsgang der Projektoren läuft. Dabei bekommt die Lichtinstallation für jeden noch eine persönliche Note. Der November sei ein guter Monat für solch ein Projekt, so der Künstler.

>>WEITERE PLANUNGEN

Die Lichtinstallationen am Haus im Park gibt es bis zum 25. November. Von Sonntag bis Donnerstag kann man diese von 17.30 bis 21 Uhr und Freitag und Samstag von 17.30 bis 23 Uhr erleben.

„Auf einige schöne Objekte kann man sich auch 2018 freuen“, verrät Dr. Manon Loock-Braun. Die Gespräche würden derzeit geführt, sagt Johannes Diks. Drei Termine, einen sogar mit zwei Objekten, die man lichttechnisch in Szene setzen möchte, sind für das kommende Jahr geplant. Gespräche, auch mit den anderen Eigentümern, laufen derzeit.

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