70 Jahre Heimatverein

Das Heimathaus in Anholt lädt zum Jubiläum ein

Das Heimathaus an der Hohen Straße wird am kommenden Sonntag zum Treffpunkt vieler Fietser im Grenzgebiet.

Foto: Dirk Schuster

Das Heimathaus an der Hohen Straße wird am kommenden Sonntag zum Treffpunkt vieler Fietser im Grenzgebiet. Foto: Dirk Schuster

Anholt.   Den Heimatverein Anholt gibt’s seit 70 Jahren. Das Jubiläum wird mit einem Tag der offnen Tür an der Hohen Straße gefeiert. Und einer Premiere.

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1947 jährte sich zum 600. Male der Tag, an dem Anholt die Stadtrechte verliehen bekam. Ein Anlass, der gefeiert werden sollte. So fand sich eine Gruppe von Männern zusammen, die sich mit der Vorbereitung der Feierlichkeiten befasste. Nicht nur um das damalige Jubiläum machten sie sich verdient. Nein. Hier entstand erstmals der Gedanke, einen Heimatverein in Anholt zu gründen.

Es blieb nicht beim Gedanken. Am 20. Juli war es nämlich so weit: Viele Anholter trafen sich, beschlossen eine Satzung und wählten einen Vorstand. Seither gibt es den Heimatverein in Anholt, der sich die Erforschung der Ortsgeschichte, Pflege der heimischen Mundart, Brauchtumspflege sowie Erhaltung, Schutz und Pflege des Orts- und Landschaftsbildes zum Ziel setzte.

Viel los am Sonntag

Das ist mittlerweile 70 Jahre her. Das Engagement des Vereins ist seither ungebrochen. Und so wird nun das Jubiläum gefeiert. Am kommenden Sonntag, 10. September, wird zum runden Geburtstag quasi eine Doppelveranstaltung angeboten. Anlässlich von 70 Jahre Heimatverein Anholt gibt es einen Tag der offenen Tür im Heimathaus und die Schmuggeltocht macht auch erstmals Halt an der Hohen Straßen.

Beim Tag der offenen Tür, ab 10 Uhr öffnet das Heimathaus seine Pforten, sind alle herzlich eingeladen in Anholts historischem Zentrum vorbeizuschauen. Im Heimathaus werden Kaffee und Kuchen angeboten, sagt Fritz Ernst vom Heimatverein. Wer mag, kann das auch gern mit der Fiets machen.

Wenn der Zöllner am Wegesrand lauert

Denn das Heimathaus, das der Heimatverein seit 2009 angemietet hat, ist erstmals eine der Passausgabe-Stellen der grenzüberschreitenden Schmuggeltocht. Auf zwei Radrouten können Interessierte im Grenzgebiet umher fahren. 2,50 Euro kostet die Teilnahme. Schmuggelpass und ein Plan für die Routen werden am Startpunkt in Anholt ausgegeben.

Auf der Schmuggeltour durchs Grenzgebiet geht es vorbei an verschiedenen Kulturstätten, die an dem Sonntag dann ein besonderes Programm bieten. Doch auch entlang des Weges warten Zöllner, natürlich sind es nur Schauspieler, die die Fietser kontrollieren werden. Zum Spaß, versteht sich.

Über 100 Jahre alte Stempel im Einsatz

An den verschiedenen Punkten auf dem Weg können Stempel gesammelt werden. In Anholt sogar in einer ganz besonderen Form. Denn im Fundus des Heimathauses hat Fritz Ernst zwei alte Stempel entdeckt. „Die sind über 100 Jahre alt“, erklärt der Anholter. Zum einen handelt es sich um den Stempel des Amtes des Schiedsmannes und zum anderen um den Stempel des Standesamtes Anholt im Kreis Borken. Sie werden am Sonntag hoffentlich fleißig im Einsatz sein.

Außerdem ist am kommenden Sonntag Tag des offenen Denkmals. In Anholt sind deshalb die Kirche, der Eiskeller und das historische Rathaus für Besucher geöffnet.

>> DAS SIND DIE ROUTEN

Die Südroute ist 45 Kilometer lang und hat folgende Startpunkte: Barghse Huus in ‘s-Heerenberg; Rheinmuseum in Emmerich, Heimathaus Anholt und Partycentrum Terhorst in Netterden. Auf dieser Route gibt es mehrere Grenzübergänge, die die Teilnehmer passieren werden.

Die Nordroute ist 50 Kilometer lang und hat folgende Startpunkte: Barghse Huus in ‘s-Heerenberg, Rheinmuseum in Emmerich und Liemersmuseum in Zevenaar. Diese Route führt die Teilnehmer durch die Städte ‘s-Heerenberg, Didam, Zevenaar und Emmerich.

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