Bauen

Das Stadtgarten-Quartier viergeschossig gefällt nicht allen

Visualisierung des Stadtgarten-Quartiers von der Dellstraße aus, dahinter liegt links die Commerzbank.

Visualisierung des Stadtgarten-Quartiers von der Dellstraße aus, dahinter liegt links die Commerzbank.

Foto: Hüls Baukonzepte

Rees.  In der Bauausschusssitzung plädierte Helmut Wesser für eine Höhenbegrenzung bei der Bebauung des Stadtgarten-Quartiers am Delltor in Rees.

Noch einmal ging es in der vergangenen Bauausschusssitzung um die Aufstellung des Bebauungsplans für das Stadtgarten-Quartier am Delltor. Einen Diskussionspunkt stellte die Stellungnahme eines Privateinwenders dar, der der viergeschossige Bebauung widerspricht.

Das neue Gebäude, sechs Meter vom Hausbestand Vor dem Delltor entfernt, rage 15 Meter in den Himmel. Vom Nachbarhaus aus gäbe es nur noch einen Blick auf die Hausfassade und die Dachterrasse würde komplett verschattet. Er plädiert für eine homogene Abstufung der Geschosse. Zumal das bestehende Haus eingeschossig sei, der Neubau drei Vollgeschosse höher werde.

Hoch wie Krankenhaus und Kirchturm

Auch Helmut Wesser, Fraktionschef der Grünen, bemängelte die nachträgliche Veränderung der Geschossigkeit: „Die Entwicklung des Baukörpers, wie er jetzt präsentiert wird, ist ein deutlicher Sprung in Höhe und Breite und in seiner Gestalt eine erhebliche Veränderung zu den damals vorgestellten, mehrgliedrigen Gebäuden.“ Er orientiere sich in der Höhe an Krankenhaus und Kirchturm. Man sollte zu der ersten Planung zurückkehren und die Höhenbegrenzung anpassen.

Der Gestaltungsbeirat, so Bauamtsleiterin Elke Strede, habe hier keinen Mangelpunkt gesehen. Eine innerstädtische Bebauung mit zwei Vollgeschossen entspreche nicht mehr der gängigen verdichteten Bauweise in Innenstädten mit vier Geschossen. Helmut Wesser blieb beharrlich. „Die neue Präsentation wurde stark verändert und überplant. Wir setzen uns hier Zwängen aus, nur für die wirtschaftlich beste Ausnutzung. Die städtebauliche Qualität hat darunter gelitten.“

Harry Schulz (SPD) erkundigte sich nach einer möglichen Verzögerung, sollte es nach einer Planänderung zu einer erneuten Offenlage kommen. „Mindestens vier bis fünf Monate, dann geht es in die neue Beratung“, gab Elke Strede zu bedenken. Ob dann allerdings schon ein Teil des Bebauungsplans in Kraft trete, sei fraglich.

Viel zu lange gewartet

„Wir haben schon viele Jahre gewartet“, warf Wesser erneut ein. Doch sowohl Dieter Karczewski (CDU) als auch Peter Friedmann (SPD) erinnerten an die vorangegangene Beschlussfassung. „Die Vorgaben wurden eingehalten“, so Karczewski, „das Gesamtergebnis hat sich nicht verschlechtert“, ergänzte Friedmann. Somit wurde die Aufstellung des Bebauungsplans mit drei Gegenstimmen der Grünen beschlossen.

Kirche wird von Grün umgeben

Einstimmig beschieden wurde die Änderung des Bebauungsplans in Haldern. Hier soll die Kirche mittels einer Grünfläche freigestellt werden und eine Neuordnung der Parkplatzfläche an der Klosterstraße erfolgen. Möglich wird dadurch auch die Erweiterung des Rewe-Marktes bis zu einer Größe von 800 m2.

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