Seifenkistenspektakel

Der Eltenberg ruft: Seifenkistenspektakel steigt Ende Juni

Hier testet das Team Stelzig den roten Elektroblitz – geschoben wird er von Axel Hülkenberg und Andre Portugall, am Steuer sitzt Marco Kapelle. Das Orga-Team fährt in der neuen Seifenkiste Hulk. Es schieben Jonas Brüggemann und Udo Wittenhorst, Mark Krause lenkt.

Hier testet das Team Stelzig den roten Elektroblitz – geschoben wird er von Axel Hülkenberg und Andre Portugall, am Steuer sitzt Marco Kapelle. Das Orga-Team fährt in der neuen Seifenkiste Hulk. Es schieben Jonas Brüggemann und Udo Wittenhorst, Mark Krause lenkt.

Foto: Christian Creon

Elten.  Zum achten Mal wagen sich Seifenkistenpiloten auf die Strecke am Eltenberg. Für mehr Sicherheit wurde nun das Regelwerk verschärft.

Das Bauen und Basteln, Werkeln und Tüfteln geht in die heiße Phase, denn der Berg ruft. In zwei Wochen, am 28. und 29. Juni, steigt das Seifenkistenspektakel am Eltenberg. Es ist bereits das achte Mal, dass sich Seifenkistenpiloten aus Emmerich und Umgebung auf die 300 Meter lange Strecke wagen.

Noch sind Meldungen möglich

52 Fahrer haben sich bereits angemeldet, die ersten Kisten sind abfahrtbereit, doch es sollen noch mehr werden. Gefahren wird entweder allein oder im Team, dabei können sich bis zu fünf Fahrer eine Kiste teilen.

Neu am Start ist hier in diesem Jahr das Team von Stelzig-Elektrotechnik. Antreten wird es im „Elektroblitz“, ein in peppigem Rot gehaltenes Mobil mit entsprechendem Schriftzug. „Das ist unsere Antwort auf Elektromobilität“, scherzte Stelzig-Chef Marco Kapelle bei einer Pressekonferenz zum Seifenkistenspektakel am Mittwoch.

Spaß steht im Mittelpunkt

Neu ist das Gefährt allerdings nicht. Tatsächlich trat es im vergangenen Jahr noch unter dem Kampfnamen Big Foot an und hatte in Damen- und Herrenrennen sogar den Sieg geholt, bei den Kindern den zweiten Platz. Konstruiert wurde die Seifenkiste von Leo Behrendt, der in diesem Jahr selbst im Wagen Monster Energy an den Start geht. „Die fährt sonst immer im Mittelfeld mit“, so der Seifenkisten-Ingenieur, „wurde jetzt aber überarbeitet und sollte jetzt deutlich schneller sein.“

Um Schnelligkeit, so betont das Organisationsteam um Udo Wittenhorst und Jonas Brüggemann, gehe es ihnen aber an sich nicht. Der Spaß soll hier im Mittelpunkt stehen, Sicherheit sei wichtiger als Zeiten. Deshalb gibt es im diesen Jahr eine Änderung im Spektakel-Regelwerk: Zusätzliche Gewichte am Körper um noch ein paar Zehntel rauszuholen sind tabu. Denn sollte es dann doch zu Stürzen oder besonders rasant gefahrenen Kurven kommen, könnten diese gefährlich werden: „Das sind ja Wurfgeschosse!“, so Wittenhorst.

Keine feste Startreihenfolge mehr

Stattdessen steht das Rennen ganz im Zeichen der Sicherheit. Die Strecke wird mit Strohballen und Drängelgittern gesichert, in den Kurven gibt es Fangnetze. Maßnahmen, an die beim ersten Seifenkistenspektakel vor 8 Jahren noch gar nicht zu denken war – damals reichte noch etwas Flatterband.

Und auch im Ablauf gibt es eine Neuerung: Eine vorher festgelegte Startreihenfolge gibt es nicht mehr. Diese hätte in den vergangenen Jahren immer nur zu Verzögerungen geführt, sagen die Veranstalter. Fahren kann, wer startbereit oben ist, egal welche Nummer er hat. Auch Frauen und Männer können dann gegeneinander fahren, werden aber unterschiedlich gewertet. Trotzdem werde darauf geachtet, dass es in den Teams keine doppelten Starter gibt.

Seifenkisten-Prominenz zu Gast

Das Rennen hat sich herumgesprochen, wird immer populärer. So wird etwa das Teilnehmerfeld immer internationaler – in diesem Jahr treten schon zwei Teams aus den Niederlanden an – und auch Jacqueline Nähter, erfolgreiche Seifenkistenpilotin aus Xanten (unter anderem war sie schon Europameisterin und Deutsche Vize-Meisterin), hat ihr Kommen angekündigt. Zwar wird sie nicht selbst starten, aber mit einem Stand an der Strecke vertreten sein um ihren Sport bekannter zu machen.

Start am Samstag mit Fahrerparade, vorher freies Training

Los geht es bereits am Donnerstagabend. Ab 17 Uhr können die Teilnehmer das Fahrerlager am englischen Hügel beziehen.

Freitag gegen 14 Uhr beginnt dann die Abnahme der Seifenkisten. Hierbei werden sie auch gewogen – weiteres Wiegen wird stichpunktartig kurz vor Start am Samstag durchgeführt.

Ab 16 Uhr geht es dann ins freie Training. Hier werden bereits Zeiten genommen, der Schnellste gewinnt das Moonlight-Race. Außerdem gibt es am Abend Live-Musik mit Gustimusic und Emil Backes.

Das eigentliche Spektakel beginnt am Samstag, gegen 11 Uhr, mit der Fahrerparade. Zunächst wird hier der Junior Cup (für Teilnehmer bis einschließlich 15 Jahren) gefahren, dann folgt der Senioren und Ladies Cup.

Die schnellsten acht Kisten fahren abschließend noch ein Stechen – das High-Speed-Race. Zudem wird ein Kreativpreis für die außergewöhnlichste Seifenkiste und ein Technikpreis für das am besten konstruierte Gefährt vergeben.

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