Runder Geburtstag

Der Meister der Chronik aus Isselburg wird 90 Jahre alt

Chroniken mit markanten Ereignissen seiner Heimat erstellt Fritz Stege nur zu gern. Heute feiert der Isselburger seinen 90. Geburtstag.

Foto: Thorsten Lindekamp

Chroniken mit markanten Ereignissen seiner Heimat erstellt Fritz Stege nur zu gern. Heute feiert der Isselburger seinen 90. Geburtstag. Foto: Thorsten Lindekamp

Isselburg.   Hobbyhistoriker Fritz Stege feiert Geburtstag. Noch immer erforscht er gern Geschichtliches seiner Heimatstadt. Momentan stehen Spanier im Fokus.

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Wer etwas Historisches über Isselburg erfahren möchte, kommt an ihm nicht vorbei. Fritz Stege beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit der Geschichte seiner Heimatstadt. In seinem Haus lagert er zahlreiche Dokumente der Zeitgeschichte. Und zwar in Papierform. Einen Computer besitzt Stege nicht. Jedes Schriftstück ist nach einem bestimmten System archiviert, so dass er Aufzeichnungen auch schnell wiederfinden kann.

Regelmäßig durchforstet Stege aber auch andere Archive, um wieder neue Fakten über seine Heimat zu finden. Auch Gespräche mit Gleichgesinnten, um sein Wissen zu erweitern, macht er nur zu gern. Denn am Ende jeder oft jahrelangen Nachforschung steht oft ein Ergebnis, das sicher bei vielen Isselburgern in den Schränken steht: nämlich eine Chronik zu verschiedenen Themen.

Fritz Stege wurde in Emmerich geboren

Für den heutigen Tage könnte man in die Isselburger Geschichtschronik eintragen: Isselburgs Meister der Chroniken wird 90 Jahre alt. Denn am 8. August 1927 erblickte Fritz Stege das Licht der Welt. Allerdings nicht in Isselburg. Der Geburtsort Steges ist Emmerich, die Heimat seiner Mutter.

Auch wenn Stege in der Hansestadt am Rhein geboren wurde, aufgewachsen ist er in Isselburg. Die Stadt an der Issel ist und bleibt seine Heimat. In Bocholt besuchte der junge Bursche das Gymnasium ehe auch Fritz Stege in den Krieg ziehen musste. Als dieser vorüber war, kam Stege natürlich wieder zurück an die Issel. Allerdings verweilte er dort nicht lang. Denn seine Berufsjahre als Ingenieur verlebte er nicht im Westmünsterland.

Es wird weiter geforscht

Nachdem sich Stege aus dem Berufsleben als Diplom-Ingenieur zurückgezogen hatte, zog er 1993 wieder zurück nach Isselburg – und hält seither mit seinen Schriften die Geschichte seiner Heimat fest. So gut, dass er 2012 mit dem Bürgerehrenpreis der Stadt ausgezeichnet wurde.

Zuletzt erstellte Fritz Stege übrigens mit dem Heimatkreis Isselburg eine Zeitleiste mit markanten Punkten aus Isselburgs Stadtgeschichte.

Die Zeit der Spanier in Isselburg im Visier

Seinen heutigen 90. Geburtstag feiert Fritz Stege in der Brüggenhütte. Durch seine Forschung hat der Geschichtsfan viele Freundschaften geschlossen. Auch etwa in den Niederlanden.

Viele Anfragen zu seinem historischen Fundus erhält er nämlich aus dem Nachbarland. Doch natürlich werden auch zahlreiche Freunde aus Isselburg und Umgebung dabei sein, um das neue Lebensjahr mit Fritz Stege zu feiern. So auch sein Sohn samt Familie, die aus dem Norden anreist.

Und natürlich nutzt Stege seine Zeit noch immer, um Isselburgs Geschichte weiter zu erforschen und somit weiter leben zu lassen. „Momentan beschäftigt mich die Zeit der Spanier in Isselburg sehr“, so der Hobbyhistoriker. Hier hat er schon ein paar neue Quellen ausfindig gemacht und hofft auf ertragreiche Gespräche.

Und wer weiß, vielleicht gibt es ja in ein paar Jahren eine neue Chronik von Stege zur Geschichte seiner Heimat Isselburg.

>> HIER GIBT ES DIE NEUESTE CHRONIK

„Zeitleiste/Kurzbeschreibung der Stadt Isselburg – Ortsteil Isselburg“ heißt das Werk, das Stege erst kürzlich verfasst hat. Auf 37 Seiten ist hier alles Wissenswerte zusammenfasst. Erhältlich ist die Chronik auf Bestellung unter info@heimatkreis.com. Wer sich einige Tage geduldet, bekommt dann eine druckfrische Chronik für zehn Euro.

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