Wirtschaft

Der Treffpunkt Emmerich bei Facebook erregt Aufmerksamkeit

Niederrhein Medien kommen für 95 Euro im Monat ein Jahr lang jeden Monat vorbei für ein Video.    

Foto: Niederrhein Medien

Niederrhein Medien kommen für 95 Euro im Monat ein Jahr lang jeden Monat vorbei für ein Video.     Foto: Niederrhein Medien

Emmerich.   Niederrhein Medien bieten Videos für kleines Geld an. Auf Facebook präsentieren sich Firmen und Vereine damit. Aber das Unternehmen zahlt drauf.

Es ist als Experiment gestartet. Und es ist zum Gesprächsthema geworden. Das Team von Niederrhein-Medien hat mit der Seite „Treffpunkt Emmerich“ auf Facebook ein Portal geschaffen, auf dem sich Firmen, Vereine und Organisationen im bewegten Bild präsentieren können. „Wir zahlen dabei drauf, aber wir haben viel Aufmerksamkeit erregen können“, sagt Firmengründer Mark Kneipp. Wenn etwa ein Video über das Crowdfunding zur Finanzierung der Toiletten-Sanierung im Kapaunenberg 55 mal geteilt wird, dann erzielt Treffpunkt Emmerich für die St. Sebastian-Schützenbruderschaft als Betreiber des Saals eine ordentliche Reichweite.

Firma will etwas für Emmerich tun

Experiment gelungen? Jein. Ja, wenn Kneipp argumentiert: „Wir wollten auch etwas für Emmerich tun.“ Das ist gelungen. Ja, wenn man bedenkt, dass der Bekanntheitsgrad des Unternehmens an der Tackenweide 52 im eignen Ort dadurch gestiegen ist.

Nein, wenn Kneipp sich eingestehen muss, dass die Arbeit an den Videos Zeit bindet, die sonst für lukrativere Aufgaben gebraucht wird. Seine Rechnung war, wenn 60 bis 70 Kunden 95 Euro im Monat zahlen, dann könnte Niederrhein Medien jemanden einstellen, der sich nur um diese Videos kümmert. Diese Vorstellungen ist noch nicht aufgegangen.

Der Preis ist eher als Aufwandsentschädigung zu sehen

Einige Unternehmen sind bereit, den Preis zu bezahlen. Ein Preis, der eher als Aufwandsentschädigung zu verstehen ist. Fünf Euro sind für karitative Zwecke. Für 90 Euro kommen Niederrhein Medien einmal im Monat zu dem Unternehmen, um einen kurzen Clip aufzunehmen. Low Budget, also eher einfach gehalten und nicht zu verwechseln mit den qualitativ hochwertigen Videos, die Niederrhein Medien kommerziell für Unternehmen wie Bofrost, Derby Star oder Elten Sicherheitsschuhe erstellt.

Einige Unternehmen nutzen das Video-Angebot für ihre eigenen Auftritte

Und trotzdem sind die Clips hübsch anzusehen. Einige Unternehmen nutzen das Video-Angebot aber auch nur für ihre eigenen Auftritte, wodurch dann das Portal Treffpunkt Emmerich nicht mehr profitiert.

„Inzwischen melden sich auch zunehmend Vereine. Aber die können meist nicht bezahlen“, verrät Kneipp. Er hat ein Herz für die Emmericher Belange und lässt meist doch ein Video machen. Aber wie er auf Dauer damit Geld verdienen will, das weiß er auch noch nicht. „Aber das Projekt muss erstmal funktionieren. Wir wollen einen Kanal entwickeln, auf dem sich die Leute informieren können“, erklärt Kneipp.

Das Projekt befindet sich an einer Wegegabelung

Unter dem Titel Niederrhein Medien hätte man so etwas nicht aufbauen können. Man müsse sich ein Portal aufbauen, dass neben anderen beliebten Seiten in den sozialen Medien seine Daseinsberechtigung habe.

Die Filmproduktionsfirma steht mit dem Projekt an einer Wegegabelung. „Wir haben auch schon über eine Podiumsdiskussion mit dem Bürgermeister nachgedacht, die dann live ausgestrahlt wird“, sagt Mark Kneipp. Dann wäre Niederrhein Medien schon fast journalistisch unterwegs. Irgendwo zwischen dem kommerziellen Videodreh und über das zu berichten, was interessant für Emmerich ist. „Sie haben eine Geschichte zu erzählen? Wir hören zu und zeigen sie allen“, heißt es auf dem Werbeflyer zu Treffpunkt Emmerich.

>>>600.000 EURO UMSATZ IN 2017

Niederrhein Medien Film-, Ton & Mediengestaltung zählt acht Mitarbeiter. In 2017 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 600.000 Euro und liegt damit auf Platz 3 der Filmproduzenten am Niederrhein. In der heutigen Form besteht das Unternehmen seit 2012.

Weitere Infos unter http://niederrhein-medien.de.

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