Klartext

Die einen müssten Zeichen setzen, andere setzen sie

Der stellvertretende Redaktionsleiter Marco Virgillito lässt die Woche Revue passieren.

Foto: Thorsten Lindekamp

Der stellvertretende Redaktionsleiter Marco Virgillito lässt die Woche Revue passieren. Foto: Thorsten Lindekamp

Im Emmericher Wochenkommentar geht es diesmal ums Willibrord-Spital, die Wirtschaft vor Ort, den Wahlkampf und den Dauerzankapfel Neumarkt.

Die Politik fragt nach, Leserbriefe flattern in die Redaktion, in den sozialen Medien diskutieren die Bürger aufgeregt: Die Entwicklung des Willibrord-Spitals bewegt die Menschen, keine Frage. Der plötzliche Wechsel an der Pro Homine-Spitze bereitet Sorgen. Was bedeutet das für das Emmericher Krankenhaus? Das ist derzeit alles Spekulation.

Große Emmericher Unternehmen geben Gas

Aber gerade deshalb, weil in jüngster Vergangenheit zu oft mit schlechten Nachrichten überrascht wurde, wäre es jetzt an der Zeit, ein Zeichen zu setzen. Pro Homine muss sich klar und deutlich für das Emmericher Spital aussprechen und dies durch starkes Handeln unterstreichen. Das Willibrord-Spital hat seine Qualitäten. Und die muss man unterstreichen.

Ein Zeichen gesetzt haben hingegen einige Emmericher Firmen: Erst verkündete Katjes den Ausbau, dann H. von Gimborn, jetzt präsentierte Hantermann die neue Technik. Das ist alles sehr erfreulich. Die großen Firmen geben Gas.

Ist denn schon Wahlkampf?

Gleiches gilt für die BGE, vor allem für Fraktionschef Joachim Sigmund. Er verschärft derzeit spürbar den Ton, wirbelt in sozialen Medien bei etlichen Themen mit. Ist denn schon Wahlkampf? Bürgermeister Peter Hinze feiert derzeit Bergfest in seinem Amt. Bringt sich Sigmund jetzt schon in Position? Das könnte zu früh sein. Die Erfahrung zeigt, dass der Wähler kein langfristiges Gedächtnis zeigt, wenn er am Wahlsonntag zur Urne schreitet.

Der scharfe Ton Sigmunds beim Dauerzankapfel Neumarkt, wo es immer noch keine Bauaktivitäten am Wohn- und Geschäftshaus gibt, ist derweil durchaus verständlich. Auch wenn Dr. Stefan Wachs als Erster Beigeordneter keine Verzögerung im Zeitplan erkennen mag, so ist die Irritation doch hausgemacht. Die Stadt selbst hat andere Termine zum Baustart weitergegeben. Das Misstrauen gegen Investor Josef Schoofs ist nach all den Jahren elefantös.

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