Stadtentwicklung

Die Politik will keine Sanierungsgebiete in Isselburg

Auch Anholts Ortsmitte würde die FDP gern als Sanierungsgebiet ausweisen.

Foto: Hans Blossey

Auch Anholts Ortsmitte würde die FDP gern als Sanierungsgebiet ausweisen. Foto: Hans Blossey

Isselburg.   Die FDP will ein Sanierungskonzept für Anholt und Alt-Isselburg. Der Antrag wurde abgelehnt. Der Bürgermeister erinnerte an Personalsituation.

Im Ortsteil Isselburg gebe es inzwischen einige Leerstände, so die FDP-Ratsfraktion. Gerade im Bereich der Minervastraße zwischen der Kreuzung Münsterdeich/Bruchstraße und dem Rathausvorplatz sei ein zunehmender Verfall einiger Bauten zu verzeichnen.

Im Ortsteil Anholt sei zudem die äußere Gestaltung des Marktes sowie die rückliegende Parkfläche städtebaulich verbesserungswürdig. Der Wunsch der FDP: In den Ortskernen der Ortsteile Isselburg und Anholt soll geprüft werden, ob es sich lohnt, hier Sanierungsgebiete auszuweisen. Den entsprechenden Antrag stellten die Freien Demokraten nun jüngst im Bau- und Umweltausschuss.

Es ist ein komplexe Angelegenheit

Hier rannten sie weder bei der Politik noch bei der Stadtverwaltung offene Türen mit diesem Ansinnen ein. „Ich weiß nicht, wie das personell gelingen soll, diese Sache zu prüfen und zu planen“, erklärte Bürgermeister Michael Carbanje. Auch Uwe Übelacker von den Grünen pflichtete bei, „dass das eine sehr komplexe Angelegenheit ist“. Zumal man sich genau überlegen muss, was man wirklich wie wo will.“

Frank Häusler, Fraktionschef der CDU, war nicht grundsätzlich gegen den Antrag der FDP. „Es ist nicht verkehrt, sich um städtebauliche Dinge Gedanken zu machen. Diese Dimensionen sind allerdings so groß, dass das eine kleine Stadt nicht leisten kann.“

Die SPD will den Bürgern keine Vorschriften machen

Dr. Theo Beine von der SPD dachte schon einen Schritt weiter. Nämlich welche Konsequenzen die Ausweisung von Sanierungsgebiete haben. „Wenn wir solche Sanierungsgebiete beschließen, machen wir den Bürgern auch Vorschriften, was sie tun dürfen und was nicht an ihren Häusern.“ Das könne doch eigentlich schlussendlich keiner wollen.

Herman Gebbing, FDP, versuchte noch einmal darauf hinzuweisen, „dass wir doch letztlich das Thema erst einmal nur anstoßen wollen“. Hier erklärte auch Bürgermeister Michael Carbanje, dass momentan ja schon ein integriertes, ländliches Entwicklungskonzept für das Stadtgebiet Isselburg erarbeitet würde. Sanierungsgebiete seien sicher überlegenswert, „aber eben nicht jetzt“.

So endete die Abstimmung über den Antrag der FDP-Fraktion damit, dass lediglich die FDP selbst für ihren Antrag stimmt und der Rest der Politiker – bei einer Enthaltung – dagegen stimmte.

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