Dreifachturnhalle

Die sanierte Dreifachturnhalle in Rees wurde übergeben

Wagten ein erstes Korbballspiel: Klaus Hegel (von links), Bürgermeister Christoph Gerwers, Jürgen Welz und Thomas Wenning.

Foto: Thorsten Lindekamp

Wagten ein erstes Korbballspiel: Klaus Hegel (von links), Bürgermeister Christoph Gerwers, Jürgen Welz und Thomas Wenning. Foto: Thorsten Lindekamp

Rees.   Die Dreifachturnhalle wurde nach acht Monaten Bauzeit übergeben. Die Schulleiter waren voll des Lobes ob der Ausrüstung und Optik der Halle.

„Boh, was ne geile Halle!“, entfährt es einem Schüler, der ob des medialen Aufgebots sofort den Kopf aus dem Türspalt zieht. „Auch ich bin total begeistert“, wird Klaus Hegel wenig später sagen. Der Schulleiter des Gymnasiums Aspel hatte schon in der letzten Ferienwoche einen ersten Blick in die sanierte Dreifachsporthalle geworfen. „Ich wurde von einem freundlichen Grün begrüßt“, sagt er rückblickend. „Sehr erfrischend“,empfindet er die Farbe. Am gestrigen Dienstag wurde die Sporthalle am Westring offiziell übergeben.

Gerwers hatte Bälle mitgebracht

Zur Feier des Tages hatte Bürgermeister Christoph Gerwers drei Bälle mitgebracht, für jeden Schulleiter einen. Klar, dass die gleich zum Einsatz kamen. Da außer Klaus Hegel keiner Sportschuhe dabei hatte, stürmten die Herren Schulleiter Jürgen Welz von der Rhein- und Thomas Wenning von der Realschule auf Socken sowie der Bürgermeister barfuß das Tor.

Hegel hatte im Vorfeld Bedenken gehabt, ob die Entscheidung für die Farbe grün die richtige war. „Ich hatte Angst, dass uns das farblich erschlägt“, bekannte er. Jetzt zeigte er sich mehr als zufrieden. Wie auch sein Kollege Welz. „Sehr gelungen, vor allem gut, dass die Halle ‘Just in time’, also pünktlich zu Schulbeginn, fertig geworden ist“, lobt der Rheinschul-Chef.

Wie im Estádio do Maracanã

Acht Monate wurde gebaut. „Wir haben die Halle quasi in Rohbauzustand zurückversetzt“, erklärt Manfred Terwege vom Bauamt. Die Sporthalle ist jetzt durch Aufzug sowie behindertengerechte sanitäre Anlagen barrierefrei. Energetisch wurde sie optimiert durch bessere Dämmung, Einbau neuer Fenster und Türen sowie effizientere Technik in den Bereichen Lüftung, Heizung und Elektro.

Ein bisschen Luxus gibt’s auch, aber vertretbaren. Der Tribünenbereich hat eine gläserne Balustrade. „Wie im Estádio do Maracanã“, sagt der Bürgermeister nicht ohne Stolz. Schließlich hat’s – wie in Rio de Janeiro – die Emmerich Firma Q-Railing gefertigt. Somit hat der Zuschauer einen freieren Blick aufs Spielfeld. Die neue Beleuchtungsanlage mit LED tat ein Übriges für die gute Sicht auf die Spieler.

Ein zufriedener Kunstlehrer

Der Schwingboden ist natürlich auch neu. Mit vielen Linien, beispielsweise zwölf Badminton-Feldern. „Das sieht zunächst verwirrend aus, ist es aber nicht“, sagt Sportlehrer Hans Beenen. Der Sportlehrer in ihm sei sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Wie beispielsweise in Hinblick auf die Lärmdämmung durch die heruntergezogene Decke. Aber auch als Kunstlehrer sei er, so Hans Beenen, vom sehr ansprechenden Gesamtbild und der lebendigen Gestaltung des Hallenbodens beeindruckt. Zwei neue Handballtore, ein neuer Stufenbarren und neue Bänke komplettieren die Halle.

Dank sprach Gerwers den beauftragten Planungsbüros Fuhrmann und Keuthen (Technik) und Ader und Kleemann (Hochbau) aus sowie den 17 an der Realisierung des Projekts beteiligten Fachfirmen.

>>WAS DIE DREIFACHTURNHALLE GEKOSTET HAT

Die Baukosten für die Dreifachturnhalle beliefen sich auf insgesamt 2,9 Millionen Euro.

Eine Million Euro erhielt die Stadt Rees aus Mitteln des Landes-Programms „Gute Schule 2020. Und 1,2 Millionen flossen aus Mitteln des Bundesprogramms Kommunalinvestitionsförderungsgesetz in die Maßnahme.

Für die Stadt Rees verblieben somit aus dem Stadtsäckel 700.000 Euro zu zahlen.

Die gläserne Balustrade hat inklusive Mehrwertsteuer 43,500 Euro gekostet.

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