Tom Sawyer Preis

Diesmal kommt kein Tom-Sawyer-Preisträger aus Rees

Kulturamtsleiterin Sigrid Mölleken (Mitte) stellte gemeinsam mit Bürgermeister Gerwers, Juroren und Sponsoren die Namen der Tom-Sawyer Preisträger vor, ebenso das Buch mit den Geschichten der Gewinner.

Kulturamtsleiterin Sigrid Mölleken (Mitte) stellte gemeinsam mit Bürgermeister Gerwers, Juroren und Sponsoren die Namen der Tom-Sawyer Preisträger vor, ebenso das Buch mit den Geschichten der Gewinner.

Foto: Konrad Flintrop

Rees.   Am „Tom Sawyer Preis“ der Stadt Rees beteiligten sich 199 junge Menschen aus ganz Deutschland. Ein Beitrag kam sogar aus Budapest.

Sie hatten wieder viel zu lesen, die Jury-Mitglieder für den mittlerweile schon achten „Tom-Sawyer-Preis“ der Stadt Rees. 199 junge Menschen aus ganz Deutschland, sogar ein Diplomaten-Kind einer deutschen Schule in Budapest, hatte teilgenommen. „Da sind wieder viele beeindruckende Geschichten dabei“, meinte Jury-Mitglied Michael Scholten anerkennend bei der Vorstellung der Preisträger im Rathaus.

Viele deprimierende Beiträge

Alleine aus NRW hatten sich 120 Nachwuchs-Autoren zum Thema „Ohne mich“ an dem Wettbewerb beteiligt, davon 47 aus dem Kreis Kleve, und von denen 17 aus Rees und Haldern. Wie in den Vorjahren war der Preis in vier Gruppen unterteilt, und zwar die Klassen 5 bis 6, 7 bis 8, 9 bis 10 und 11 bis 13.

„Es waren auch klassische Märchen dabei, oder Ritter-Geschichten, aber auch schon viele deprimierende Beiträge, besonders von den Mädchen“, fand Scholten. Verstorbene Väter hätten da etwa häufig eine Rolle gespielt.

Apropos Mädchen: Die stellten mit 161 Teilnehmerinnen (88,5 Prozent) das Gros der Autoren. „Diesmal haben nur 37 Jungs mitgemacht, und nur drei sind unter den Preisträgern“, bedauerte Kulturamtsleiterin Sigrid Mölleken.

Marie von Ewald aus Emmerich gewinnt Preis

Lob gab’s von Jurorin Angela Furtkamp für die meisten Inhalte, „nicht aber für die Rechtschreibung“, kritisierte sie. Die sei wirklich nicht gut gewesen bei vielen Beiträgen. Wobei: „Je besser die Geschichte, desto ordentlicher war die Rechtschreibung“, merkte Michael Scholten an.

In der Gruppe der Klassen 7 bis 8 belegte übrigens Marie von Ewald aus Emmerich den ersten Platz, vor Teilnehmern etwa aus Dresden und München. Noemi Lan Weiss aus Uedem schaffte das in der Kategorie der Klassen 9 bis 10.

Insgesamt sind in dem Buch 39 Geschichten, darunter 20 der Preisträger. Mit Jana Hardering und Nils Tepaße sind auch zwei Autoren aus Rees dabei, dazu drei weitere aus dem Kreisgebiet.

Geld für die Preisträger

„Jetzt freuen sich alle auf die Preisverleihung am 2. Dezember im Bürgerhaus“, machte Bürgermeister Christoph Gerwers Appetit auf die festliche Veranstaltung, zu der erneut Schauspieler Michael Dicks aus Köln kommt und die Gewinner-Geschichten vorliest. „Für die jungen Autoren wird das wieder eine tolle Sache“, freute sich Gerwers für den Nachwuchs.

Die ersten Preisträger erhalten wie zuvor je 300 Euro, die zweiten 200, die dritten 100 Euro. Gesponsert wird der Wettbewerb durch die Sparkasse Rhein-Waal, innogy und die „edition anderswo“.

>> DIE ANREISE

Den Preisträgern des Wettbewerbs, die nicht aus NRW kommen, zahlt die Stadt Rees Anreise und Unterkunft für die Veranstaltung am Sonntag, 2. Dezember, im Bürgerhaus.

Die Juroren des Wettbewerbs sind Angela Furtkamp, Michael Scholten, Volker Himmelberg, Julius Brüntink, Dr. Claudia Groenewald, Ludger Kazmierczak, Heiner Rost und Barbara Edwards.

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