Trauer

Dr. Ulrich Oschilewski aus Rees starb 57-jährig

Dr. Ulrich Oschilewski verstarb 57-jährig. Der Tod reißt eine Lücke in die medizinische Versorgung in Rees.

Foto: Markus Weißenfels

Dr. Ulrich Oschilewski verstarb 57-jährig. Der Tod reißt eine Lücke in die medizinische Versorgung in Rees. Foto: Markus Weißenfels

Rees.   Der Hausarzt und Diabetologe starb im niederländischen Enschede. Seine Patienten werden in der Praxis teilweise weiter versorgt.

Dr. Ulrich Oschilewski ist tot. Wie jetzt bekannt wurde, starb der Mediziner, der im Ärztehaus Vor dem Falltor praktizierte, bereits am vergangenen Sonntag im niederländischen Enschede. Dr. Oschilewski wurde nur 57 Jahre alt.

In Rees bekundeten Patienten wie Kollegen tiefe Betroffenheit über den Tod des allseits beliebten Allgemeinmediziners, der auch eine Schwerpunktpraxis Diabetologie führte. Sein Tod reißt eine weitere Lücke in die medizinische Versorgung im Reeser Stadtgebiet.

Engagement für erkrankten Medizinstudenten

Die Patienten, die bei Dr. Ulrich Oschilewski in Behandlung waren, werden nun von den Kollegen der Gemeinschaftspraxis – Dr. Urban Schlaghecken, Dr. Dieter Schleip sowie eine Assistenzärztin – aufgefangen. Wie zu erfahren war, erhalten die Patienten, die aktuell noch Termine beim Hausarzt hatten, neue bei einem seiner Kollegen. Die Diabetes-Patienten müssen sich allerdings eine neue Schwerpunktpraxis Diabetologie suchen, darüber wurden sie bereits schriftlich informiert.

Dr. Oschilewski galt als kompetenter, stets ansprechbarer und besondes hilfsbereiter Mediziner. Wie berichtet, hat er sich im Jahr 2012 sehr um den Medizinstudenten Sasa Umicevic gekümmert. Der teilweise am Niederrhein aufgewachsene Bosnier war an einem lebensbedrohlichen Cavernom erkrankt.

Nachdem sich Umicevics Zustand während seines Aufenthalts bei seiner Großmutter in Rees drastisch verschlechtert hatte, setzte sich Oschilewski für einen schnelleren Untersuchungstermin ein. Außerdem konnte der Reeser Mediziner erreichen, dass die Untersuchung für Umicevic zum einfachen Krankenkassensatz von gut 400 Euro abgerechnet wurde, statt des dreifachen Satzes, der damals für Privatpatienten galt.

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