Saisonauftakt

Drususbrunnen Hochelten: Neue Ehrenamtliche im Team

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Der Drususbrunnen ist pünktlich zum Saisonstart auf Vordermann gebracht worden.

Der Drususbrunnen ist pünktlich zum Saisonstart auf Vordermann gebracht worden.

Foto: tt / NRZ

Hochelten.  Die Saison am Drususbrunnen auf dem Eltenberg startet am 1. April. Die ehrenamtlichen Brunnengeister freuen sich über Verstärkung fürs Team.

Auch dieser Winter hat dem Drususbrunnen nichts anhaben können. Gut, die Temperaturen waren vergleichsweise mild. Da hat der Brunnen in seiner über 1000-jährigen Geschichte schon ganz anderes mitgemacht. Doch nun endet der Winterschlaf oben auf dem Eltenberg. Die neue Saison beginnt am Samstag, 1. April.

Drususbrunnen wird vor Saisonstart auf Vordermann gebracht

Traditionell wird der Drususbrunnnen vorher auf Vordermann gebracht. Neben Beate Lechtleitner und Dr. Manon Loock-Braun von der Tourist-Info Hochelten greifen auch die ehrenamtlichen Brunnengeister zu Putzlappen und Besen. Neben dem obligatorischen Frühjahrsputz sorgen die Brunnengeister dafür, dass an den Wochenenden der Brunnen von Interessierten in Augenschein genommen werden kann.

Pünktlich zum Saisonstart gibt es Verstärkung fürs Team. Denn Melanie Wittenhorst hat sich den Brunnengeistern angeschlossen. „Ich habe mich schon immer für die Eltener Geschichte interessiert“, erzählt Melanie Wittenhorst. „Gerade die Geschichte hier um die Abtei auf dem Eltenberg ist einfach faszinierend.“

Der römische Feldherr Drusus hat den Brunnen nicht bauen lassen

Ähnlich wie der neue Brunnengeist sehen das auch viele Besucher in Hochelten. „Ein Besuch des Drususbrunnens ist eigentlich ein Muss hier oben“, weiß auch Emmerichs Tourismus-Chefin Dr. Manon Loock-Braun. Neben Touristen sind es vor allem auch Schulklassen, die sich die faszinierende und in Teilen auch im Nebel liegende Geschichte des Drususbrunnen annehmen.

Dass der Namensgebende römische Feldherr den 57 Meter tiefen Brunnen anlegen ließ, gilt seit langem als widerlegt. Vielmehr geht man heute davon aus, dass Graf Wichmann, der etwa im Jahr 950 Burgherr in Hochelten war, den Brunnen bauen ließ.

Sarkophag aus Nimwegen

Nichtsdestotrotz gibt es auch noch ältere Relikte am Brunnen. Denn ein als Wassertrog umfunktionierter Sarkophag, der aus der Zeit um Christi Geburt stammt, wurde irgendwann (genaue Daten gibt es nicht) von Nimwegen nach Hochelten gebracht.

Ein Gebäude wurde im Übrigen erst im Jahr 1846 erbaut. Im Zweiten Weltkrieg fiel es dem Bombardement des Eltenbergs zum Opfer. Ehe es in den 1950er-Jahren wieder aufgebaut wurde. Ebenfalls nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Brunnen zum letzten Mal zur Wasserversorgung der Bevölkerung auf dem Berg gebraucht. Doch da gab es zunächst ein Handicap. Denn der Brunnenschacht war mit Schutt zugeschüttet worden.

Diese und noch viele andere historische Geschichten rund um den Drususbrunnen können auch die Brunnengeister erzählen. Neben Melanie Wittenhorst sind dies weiterhin Trudi Otten, Birga de Graaff, Theo Halma sowie René van Lier. Dass sich Melanie Wittenhorst jetzt diesem Kreis angeschlossen hat, ist nicht nur ihrem Faible für Heimathistorie geschuldet. „Ich finde es einfach gut, mich ehrenamtlich zu engagieren“, sagt sie.

Nach dem Eröffnungswochenende am 1./2. April stehen direkt die Osterfeiertage an. An allen vier Tagen – also Karfreitag, Karsamstag, Ostersonntag und Ostermontag – kann der Drususbrunnen besichtigt werden. Grundsätzlich gilt: Geöffnet ist samstags, sonntags und an Feiertagen von 13 bis 17 Uhr. Der Eintritt beträgt ein Euro pro Person, Kinder sind frei. Anmeldung für Gruppen zur Besichtigungen außerhalb der Öffnungszeiten in der Tourist Information auf dem Eltenberg, Lindenallee 31, 02828/3139680 oder per E-Mail: .

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