Bildungsbesuch

Duo aus Süd-Korea schaute in Emmericher Gesamtschule vorbei

Vertreter des Ministeriums für Jugend und Familie aus Süd-Korea schauten in der Gesamtschule Emmerich vorbei.

Vertreter des Ministeriums für Jugend und Familie aus Süd-Korea schauten in der Gesamtschule Emmerich vorbei.

Foto: Gesamtschule

Emmerich.  Ein Duo aus Süd-Korea schaute in der Gesamtschule Emmerich vorbei. Die Vertreter interessierten sich vor allem für das Projektbasierte Lernen.

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Weitgereister Besuch machte nun in Emmerich Station. Und zwar an der Gesamtschule. Jin-Won Lee und Hyunkyu Park, beide Vertreter aus dem Ministerium für Jugend und Familie in Süd-Korea, schauten sich hier genauer um.

Denn obgleich Süd-Korea bei der Pisa-Studie immer sehr erfolgreich ist, hat man dort erkannt, dass die Selbstständigkeit junger Menschen auch in ihrem Land unbedingt gefördert werden muss. Lee hatte auf der Suche nach Vorbildschulen auch die Gesamtschule Emmerich entdeckt – und bat um die Möglichkeit, die Schule zu besuchen.

Dolmetscherin aus Berlin angereist

Eine Dolmetscherin aus Berlin kam mit und so konnten Lehrer und Schüler – fast immer auf Englisch – erklären, was das Projektbasierte Lernen an der Städtischen Gesamtschule Emmerich bedeutet.

Nachdem die Schulleitung das Basisprogramm „Kreativ“ mit den für das 21. Jahrhundert wichtigen Fähigkeiten vorgestellt hatte, waren es vor allem die Schüler, die Projekte und Schülerfirmen ausführlich erklärten. Sehr erstaunt waren die Gäste, dass es die Schülerfirma Glücksbäcker schon im vierten Jahr gibt und dass dort die Firmenstruktur realen Vorbildern nacheifert.

Schülerfirmen stellten sich den Gästen vor

Gemeinsam mit ihrem Lehrer stellten Timo te Laak und Tobias Portugall die Firma Keimzelle vor und erklärten, dass sie stolz auf den mit dieser Schülerfirma erreichten zweiten Platz im IHK Wettbewerb 2019 waren. Die Kooperation mit regionalen Firmen und die Unterstützung dadurch für die Projektarbeit war für die Koreaner etwas Neues, was sie sich gleich notierten.

Malgorzata Leszczynska und Felicitas Heiting berichteten über die Firma Rheinhaltig. Beide sind Schülerinnen der Jahrgangsstufe 10 und beeindruckten alle andern Anwesenden mit ihren freigesprochenen Erklärungen, die sie selbstsicher zu 100 Prozent auf Englisch hielten.

Duo woll das Praxisbasierte Lernen etablieren

Die Verknüpfung aus Strandgut des Rheinufers Dekoratives herzustellen mit dem grundsätzlichen Zielen der Global Goals, der Gewinnerwirtschaftung, einer regelmäßigen Spendenbereitschaft und auch der Heimatverbundenheit wurde mehr als deutlich.

Deutlich wurde auch die Wertschätzung der Firmenmitglieder für den Einsatz ihrer begleitenden Lehrer. Die Herren Lee und Park haben die Aufgabe in Süd-Korea das Projektbasierte Lernen zu etablieren und waren deshalb auf der Homepage auch auf das Projekt Nachhaltige Grillkohle aufmerksam geworden, das der stellvertretende Schulleiter Wolfgang Tyssen als Idee 2018 mit an die Schule gebracht hatte.

Nachhaltige Grillkohle weckte Interesse

Der Schüler Sipan Göktas und seine Klassenkameradinnen Jule Pommerin und Marie Temian aus der 6e hatten an den Laptops kleine erklärende Texte vorbereitet, die sie vortrugen.

Der Abteilungsleiter und Klassenlehrer Alex Terhürne-Lensing verband das Projekt mit der landesweiten Initiative Demokratisch Handeln und erzählte von dem Einsatz der Klasse. Sie haben an Politiker geschrieben und ganz offiziell mit Hilfe einer Unterschriftenliste im Europäischen Parlament ein Gesetz zum Verbot der Nutzung von Tropenholz für Holzkohle beantragt.

Visitenkarten wurden ausgetauscht

Nach über zwei Stunden wurden Visitenkarten und kleine Geschenke – von Seiten der Schule natürlich Produkte der Schülerfirmen und eines ortsansässigen Süßwarenherstellers – ausgetauscht. Beide Herren waren an weiterem Kontakt mit der Gesamtschule interessiert und baten darum, zwei Kapitel aus dem Schulprogramm ins Koreanische übersetzen und für die Weiterarbeit in der Jugendagentur des Ministeriums nutzen zu dürfen.

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