Flutkatastrophe

Ein Emmericher Team packte nach der Flutkatastrophe mit an

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Marcel Spiecynski (re.), Daniel Knipping (2.v.r), beide Mitarbeiter im Emmericher Hafen (CRWL GmbH), Michael Mies (3.v.r.), Geschäftsführer Contargo Rhein-Waal-Lippe GmbH, und Rene Croppen (stehend Mitte), Lkw-Fahrer der BLG, waren Teil des Teams, das nach Heimersheim gefahren ist, um bei den Aufräumarbeiten nach der Flutkatastrophe zu helfen.

Marcel Spiecynski (re.), Daniel Knipping (2.v.r), beide Mitarbeiter im Emmericher Hafen (CRWL GmbH), Michael Mies (3.v.r.), Geschäftsführer Contargo Rhein-Waal-Lippe GmbH, und Rene Croppen (stehend Mitte), Lkw-Fahrer der BLG, waren Teil des Teams, das nach Heimersheim gefahren ist, um bei den Aufräumarbeiten nach der Flutkatastrophe zu helfen.

Foto: Contargo

Emmerich.  Mitarbeiter der Contargo und der BLG organisierten eine Hilfsaktion für überschwemmte Gebiete. Und erfuhren weitere Unterstützung aus Emmerich.

„Es war eine überwältigende Erfahrung“, resümierten Marcel Spieczynski und Daniel Knipping, die das Wochenende in Überschwemmungsgebieten in Rheinland-Pfalz und NRW als Helfer verbrachten. Spieczynski und Knipping, Mitarbeiter der Contargo Rhein-Waal-Lippe GmbH, hatten in der vergangenen Woche zusammen mit Rene Croppen, Lkw-Fahrer bei der Bremer Lagerhaus Gesellschaft (BLG), eine Hilfsaktion für die vom Hochwasser betroffenen Menschen gestartet.

Angefangen hatte es mit der Idee, selber im Überschwemmungsgebiet zu helfen, sich mit Schaufel und Gummistiefel vor Ort einzubringen. Ein privater Kontakt war vorhanden und schnell waren noch ein paar Mitstreiter gefunden. „Wir haben dann überlegt, vielleicht noch das eine oder andere mitzunehmen, was die Menschen vor Ort gebrauchen können“, erzählt Marcel Spieczynski.

Die Arbeitgeber beteiligten sich an der Initiative

Was anfing mit Schaufeln und Plastikeimern aus privaten Beständen, nahm in kürzester Zeit einen enormen Verlauf. „Wir haben sehr positive Resonanz auf unsere Anfragen nach Spenden erhalten und konnten nicht alle Angebote annehmen, da wir nicht sicher waren, ob und wie wir sie im Überschwemmungsgebiet überhaupt einbringen können“, ergänzt Daniel Knipping.

Schnell war klar, mit dem eigenen Pkw war das nicht mehr zu bewältigen. Die Arbeitgeber der drei waren sofort dabei, die Contargo stellte einen Transporter und einen 20 Fuß Container zur Verfügung. Zugmaschine und Chassis wurden von der BLG für das Wochenende auf die Reise geschickt und von Rene Croppen gefahren.

Emmericher Firmen und Privatleute spendeten

Am Freitag wurde gepackt, auf dem Gelände des Hafenbetriebes fanden etliche Paletten Wasser (Trinkgut Konopatzki), Katjes Artikel, Arbeitsschuhe und T-Shirts (Firma Brother), Arbeitshandschuhe (Firma Elsinghorst) und viele private Spenden (zum Beispiel Notstromaggregate und Werkzeug) ihren Platz in den Fahrzeugen. Sogar ein Radlader, der vom Pfadfinderstamm Herz-Jesu Wesel-Feldmark organisiert und eingesetzt wurde, ging mit auf die Reise. Mitarbeiter der Contargo hatte an beiden Standorten Geld gesammelt, weitere Geldspenden kamen von Pfadfindergruppen und mehreren Schützenvereinen. Somit konnten noch Hygieneartikel und Lebensmittel eingekauft und mitgenommen werden.

Der Zielort Heimersheim, einem Stadtteil von Bad Neuenahr-Ahrweiler, wurde am Samstagmorgen ohne Probleme erreicht. Die Eindrücke vor Ort waren schockierend und schnell war klar, dass die Aktiven mit dieser Aktion alles richtiggemacht hatten. Arbeitsgeräte wurden übergeben und das Team machte sich auf den Weg und verteilte mitgebrachte Spenden von Haus zu Haus.

„Spenden wurden dankend entgegen genommen“

„Auch, wenn nicht weit entfernt die Infrastruktur intakt ist, und Supermärkte vorhanden sind, freuen sich die Menschen über Wasser, Lebensmittel und alle anderen Produkte des täglichen Bedarfs, die man ihnen bringt. Sie haben größtenteils keine Autos mehr, die Häuser sind stark beschädigt und alle mitgebrachten Spenden wurden dankend entgegengenommen“, berichtet Michael Mies, Geschäftsführer der Contargo Rhein-Waal-Lippe GmbH, der mit dabei war.

Nach einer Übernachtung in einer Fahrzeughalle ging es am Sonntag weiter nach Euskirchen, wo das Team den Keller und das Erdgeschoss eines evakuierten Altenheims leerräumte. Es war eine aufwändige Woche der Organisation und ein anstrengendes und sehr bewegendes Wochenende für die Aktiven, die bereits mit der Planung einer weiteren Fahrt beschäftigt sind.


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