Gedichtband veröffentlicht

Eine Mehrerin hat ein Lyrik-Bändchen herausgegeben

Gabi Rensinghof hat den Gedichtsband mit dem Titel Gefühlslabyrinth veröffentlicht.

Foto: Thorsten Lindekamp

Gabi Rensinghof hat den Gedichtsband mit dem Titel Gefühlslabyrinth veröffentlicht. Foto: Thorsten Lindekamp

Mehr.   Gabi Rensinghoff aus Mehr hat ein Lyrik-Bändchen veröffentlicht. Das Schreiben war für sie Therapie, hat ihr aber auch Freude gemacht.

Gabi Rensinghoff weiß, dass sich mit einem kleinen Gedichtbändchen kein großer Reibach machen lässt. „Aber es wäre schön, wenn es so viel einbrächte, dass ich damit die Herausgabe meiner nächsten Publikation finanzieren könnte“, sagt sie.

Denn ihre „Lebensreise – von der Zeugung bis zum Leben nach dem Tod“ liegt schon fix und fertig in der Schublade. Aber zunächst einmal genießt die 54-Jährige, dass ihr Gedichtband „Gefühlslabyrinth“ seit 14 Tagen vorliegt. „Ich habe noch gar nicht richtig verinnerlicht, dass man das Büchlein jetzt mit Händen greifen kann“, sagt sie lächelnd.

Gern gelesen und geschrieben hat die in Voerde-Friedrichsfeld geborene und in Mehrhoog und Mehr aufgewachsene Verfasserin schon immer. „Aber an eine Veröffentlichung habe ich nie gedacht“, sagt sie. Das änderte sich erst jetzt, mit der Entstehung des neuen Gedichtzyklus „Gefühlslabyrinth“.

„Schlaganfall hat mein Leben sehr verändert“

Ihm vorausgegangen ist ein Schicksalsschlag. Gabi Rensinghoff, gelernte Erzieherin und in den letzten Jahrzehnten in der sozialen Arbeit tätig und dabei vorrangig in der Betreuung psychisch kranker junger Erwachsener im stationären Bereich eingesetzt, erlitt während ihres Dienstes 2009 einen Schlaganfall. „Das hat mein Leben sehr verändert, ich habe den festen Boden unter meinen Füßen verloren“, gesteht sie.

Teil des festen Bodens war ihre Berufstätigkeit. „Nach Genesung, Reha und weiterer Qualifikation in der Verwaltung habe ich lange geglaubt, dass ich wieder etwas finde“, sagt sie. Und musste die Erfahrung machen, dass die Arbeitgeber nach Überschreiten des 50sten Lebensjahrs kein Interesse zeigten. Gabi Rensinghoff fiel in eine tiefe Depression und hatte plötzlich viel Zeit. Zeit, die sie vorher nicht hatte.

Die sie zum Schreiben genutzt hat. „Was mir geholfen hat, mich so langsam aus dem Sumpf zu ziehen“, sagt die Mehrerin. Ihr Thema in den Gedichten: Gefühle. Was sonst? „Wer mal in einer Depression gesteckt und nichts mehr gefühlt hat, der weiß, welche Bedeutung die Gefühle haben“, sagt sie.

27 Gedichte haben Eingang in das knapp 60 Seiten starke Gedichtbändchen gefunden. Ihr liebstes? „Selbstvertrauen“, antwortet sie spontan. „Weil es ohne Selbstvertrauen keine tragfähige Basis für Leben gibt“, begründet die Autorin. „... bekommt ein Kind die Streicheleinheiten der Liebe nicht/verliert die Hoffnung und die Zuversicht schnell ihr Gesicht“, heißt es darin.

Und weiter: „wird das Kind in seinem blinden Vertrauen gar missbraucht/sind Vertrauen und die Freunde am Leben schnell verraucht.“ Neben Selbstvertrauen geht es um Mut, Hoffnung, Glück, Eifersucht, Verwirrung, Trauer und Einsamkeit. Jedes Gedicht ist mit einem Aquarell illustriert von Heike Laufenburg. „Man kann jedes Gedicht einzeln genießen, aber auch fortlaufend wie ein Buch, weil die Gefühle aufeinander aufbauen“, macht die Autorin neugierig.

Erste Exemplare sind bereits verkauft

Erstmals hat sie das Büchlein, das im Zwiebelzwerg Verlag in Willebadessen erschienen ist, auf dem Adventsabasar in Haffen angeboten und erste Exemplare verkauft.

Wer Interesse an dem Büchlein „Gefühlslayrinth“ hat: Es kann für 14 Euro im Internet bestellt werden, ist aber auch bei Geschenke/Malerbetrieb Block, Heresbachstraße 15, in Rees-Mehr, zu haben.

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