Jugendhilfeausschuss

Eine zweite Jugendeinrichtung für Emmerich soll kommen

Ältere Jugendliche wollen nicht gerne dahin gehen, wo sich jüngere Kinder aufhalten. Deshalb macht in Emmerich eine zweite Jugendeinrichtung Sinn mit ganz eigenen Angeboten.

Foto: Dirk Bauer

Ältere Jugendliche wollen nicht gerne dahin gehen, wo sich jüngere Kinder aufhalten. Deshalb macht in Emmerich eine zweite Jugendeinrichtung Sinn mit ganz eigenen Angeboten.

Emmerich.   Die Politik in Emmerich spricht Donnerstag über die Errichtung einer zweiten Jugendeinrichtung. Warum diese auf 14- bis 21-Jährige abzielen soll.

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Der Jugendhilfeausschuss der Stadt Emmerich befasst sich in der Sitzung am Donnerstag, 14. Juni, 17 Uhr, im Ratssaal des Rathauses erneut mit der Errichtung einer zweiten Jugendeinrichtung mit dem Schwerpunkt 14- bis 21-Jährige.

Derzeit zählt Emmerich rund 2800 Bürger im Alter der Zielgruppe, was etwa zehn Prozent der Gesamtbevölkerung ausmacht, wie die Verwaltung in der Ausschussvorlage erklärt. Allerdings werde das städtische Jugendcafé am Brink nicht zuletzt durch räumliche Nähe und die Kooperation mit der Gesamtschule vor allem von Zehn- bis 13-Jährigen frequentiert.

Die Versuche, eine ältere Zielgruppe durch spezielle Angebote zu locken, waren vergeblich. Auch das Partizipationsprojekt „Emmerich für Dich! – Deine Meinung zählt“ (Fish-Bowl) sowie eine Befragung des Theodor-Brauer-Hauses („Update Emmerich 2.0“) haben den Bedarf für eine zweite Jugendeinrichtung für Jugendliche ab 14 Jahren untermauert.

Auch Selbstverwaltung wäre denkbar

Gibt es auch im Rat grünes Licht, dann soll die Verwaltung ein geeignetes Objekt in der City und einen geeigneten Träger für den Betrieb suchen. So zumindest schlägt es die Verwaltung vor. Im Raum stehen auch die Alternativen einer selbstverwalteten Jugendeinrichtung, bei der die Stadt nur die Räumlichkeiten zur Verfügung stellt. Oder eine Einrichtung mit städtischem Personal.

Bei der erstgenannten Lösung bemängelt die Stadt unter anderem die fehlende pädagogische Begleitung und das Fehlen von festen Ansprechpartnern. Stellt die Stadt eigenes Personal dafür ein, bestehe die Gefahr, dass bei einer Umstrukturierung keine alternativen Stellen für die Mitarbeiter bestehen. Deshalb bevorzugt die Stadt die Lösung mit einem freien Träger, der pädagogisch breit aufgestellt ist.

Die Kosten können noch nicht ernsthaft eingeschätzt werden, das hängt noch von vielen variablen Faktoren ab. Womöglich könnten Struktur-Fördermittel des Landes NRW fließen: über 9000 Euro.

Ferner wird dem Ausschuss der Ablauf eines Krisenfalles beim Jugendamt vorgestellt. Für Fälle toter oder misshandelter Kinder wurde ein Krisenstab gebildet samt eines entsprechenden Krisenmanagements. Auch die Fortschreibung des Kinder- und Jugendförderplanes steht auf der Tagesordnung.

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